{"id":1540,"date":"2008-09-01T00:00:40","date_gmt":"2008-08-31T23:00:40","guid":{"rendered":"http:\/\/wortraub.com\/?p=1540"},"modified":"2013-06-02T10:53:09","modified_gmt":"2013-06-02T09:53:09","slug":"zuruck-in-die-zukunft-2","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/wortraub.com\/?p=1540","title":{"rendered":"Zur\u00fcck in die Zukunft"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\">Nur im Metal ist so etwas m\u00f6glich. Dass diese sechs buntscheckigen Typen aus Montreal tats\u00e4chlich Erfolge feiern. Im Normalfall w\u00fcrde man sie eher in\u00a0 Nachmittagstalkshows oder als Laiendarsteller f\u00fcr das b\u00f6se Rockerklischee erwarten. Aber doch nicht auf einer B\u00fchne. <!--more-->Als seien sie gerade einer Zeitkapsel aus den 80er Jahren entstiegen, grinsen S\u00e4nger Tony Gambino und seine f\u00fcnf Freunden als Antwort auf die Frage, ob das ernst gemeint sei. So viele Kopft\u00fccher, Leopardenmuster, Lederhandschuhe und zu enge Jeans hat man seit Tommy Lee\u2019s besten Zeiten nicht mehr gesehen. \u201eAlter, die beste Musik der Welt ist in den 80er Jahren entstanden. Na klar meinen wir das ernst,\u201c sagt Tony und f\u00fcgt dann mit einem verschmitzen Unterton hinzu: \u201eUnd au\u00dferdem sind die ganzen Moms bei unseren Konzerten einfach hei\u00df!\u201c<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Den Jargon haben sie also schon mal drauf. Das Outfit sitzt, auch wenn unter den explodierten Haarsch\u00f6pfen doch deutlich mehr Tattoos hervorblitzen, als in den 80er Jahren sittlich gewesen w\u00e4ren. Aber sie sind ja auch kein billiger Abklatsch sondern vielmehr eine Neuinterpretation. \u201eAls wir angefangen haben, da waren wir ganz klar eine Metalcoreband, dann haben wir Shred Sean f\u00fcr unsere Lead-Guitar gefunden und angefangen mit Syntheziser-Sounds zu experimentieren. Dadurch wurde der Sound im 80er-lastiger. Also wurden wir zur Metalcore-Antwort auf M\u00f6tley Cr\u00fce,\u201c sagt Tony und ist keineswegs versch\u00e4mt ob des Vergleichs. \u201eStimmt,\u201c erg\u00e4nzt Shred \u201ewobei wir mittlerweile auf dem Weg sind eine echt bunte Bande zu werden. Obwohl wir ja musikalisch viel mehr nach Journey klingen. Mit diversen Unterbrechungen im Song. Turbo Metal halt.\u201c<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Stimmt fast. Das von GGGarth produzierte Deb\u00fctalbum strotz nur so vor Energie, Powerriffs, hymnischen Melodieb\u00f6gen und fiesen Shouts. Eine Paarung, die Metalcore mit 80er Jahre Metal vermischt und dabei jegliche Klischees des Genres vor unseren Augen flaniert: von hei\u00dfen \u00d6fen auf dem Cover bis zur im Songtext beschriebenen hei\u00dfen Braut (\u201eShe Wolf\u201c). Hier stimmt eigentlich alles zum reinrassigen Image: \u201eJa Mann, wir lieben Metal, wir lieben starke Autos und haben alle feuchte Tr\u00e4ume davon\u00a0 unsere Gitarren auf Lamborghinis zu spielen, w\u00e4hrend die Fl\u00fcgelt\u00fcren sich \u00f6ffnen und wir zum Himmel emporsteigen.\u201c Shred lacht und irgendwie erscheint die Ausgangsfrage dann doch nicht mehr so eindeutig zu beantworten. Diese Jungs nehmen nichts ernst. Rein gar nichts. \u201eDas stimmt nicht, Mann,\u201c protestiert Tony, \u201ewir nehmen eine Sache sehr wohl ernst. Unseren Glauben an Jesus. Wir sind alle Christen und dar\u00fcber machen wir keine Scherze. Das sollte man aus unserer Musik raush\u00f6ren k\u00f6nnen.\u201c Ob das jetzt ernst gemeint war oder nicht, dass sollte jeder selbst rausfinden. Einfach mal zur CD greifen und in die Songtexte h\u00f6ren &#8211; mit oder ohne Jesus, nach 80er klingt es auf jeden Fall.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Urspr\u00fcnglich erschienen im Piranha 09\/2008.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Nur im Metal ist so etwas m\u00f6glich. Dass diese sechs buntscheckigen Typen aus Montreal tats\u00e4chlich Erfolge feiern. 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