{"id":1728,"date":"2012-08-27T00:00:37","date_gmt":"2012-08-26T23:00:37","guid":{"rendered":"http:\/\/wortraub.com\/?p=1728"},"modified":"2013-06-02T08:41:44","modified_gmt":"2013-06-02T07:41:44","slug":"in-einem-taxi-nach-paris","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/wortraub.com\/?p=1728","title":{"rendered":"In einem Taxi nach Paris"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\">Jeder von uns hat schon einmal ein schlechtes Taxierlebnis gehabt, doch nur die wenigsten h\u00e4tten daraus eine Karriere gemacht. Im PRINZ-Gespr\u00e4ch verr\u00e4t myTaxi-Erfinder Sven K\u00fclper mehr zur Erfolgs-App und seiner Heimat Hamburg.<!--more--><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><em>Welche Idee steckt eigentlich hinter myTaxi?<\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Wir haben eine App entwickelt, die eine direkte Verbindung zwischen dem Taxifahrer und dem Fahrgast herstellt. Das Ganze ist sehr transparent und einfach im Umgang. Man kann genau sehen, wo sich ein Taxi im Umkreis befindet und wie es sich ann\u00e4hert. So hat man einen Countdown. Au\u00dferdem kann ich den Fahrpreis vorher ermitteln und sogar mein Taxi mit der App bezahlen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\n<p style=\"text-align: justify;\"><em>Und wie bist du auf die Idee gekommen?<\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Wir waren in einer Bar in M\u00fcnchen und hatten schon ein paar Bier getrunken. Die Wirtin hat uns ein Taxi bestellt und gesagt wir k\u00f6nnten drau\u00dfen schon mal warten. Wir standen dann geschlagene 20 Minuten im Regen und der Fahrer war auch noch unfreundlich. Und das hat uns auf die Idee gebracht, dass hier was nicht passt und ein Bedarf da ist.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\n<p style=\"text-align: justify;\"><em>Ihr habt hier in Hamburg angefangen, warum?<\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Zum einen, weil wir aus Hamburg stammen. Dann aber vor allem, weil Hamburg eine interessante Taxi-Struktur hat. Es gibt hier viele funklose Taxen ohne Zentrale. Da war der Weg in den Markt einfacher. Und wir konnten losgehen und bei den Fahrern an die T\u00fcr klopfen und sie von unserem Konzept \u00fcberzeugen. Au\u00dferdem haben wir die FH in Wedel. &#8222;Die gro\u00dfe G\u00f6tterschmiede&#8220;, wie wir sie nennen. Da drau\u00dfen herrscht ein Krieg um die besten Programmierer. Wir haben fast zu 90% unser Team von dort rekrutiert. Die Mieten sind hier zwar einen Ticken h\u00f6her als in Berlin aber es ist auch nicht so wahnsinnig schlimm. Hier an der Elbe haben wir einen ganz guten Deal geschossen. Im Haus stehen alle anderen Etagen noch leer, das hat geholfen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\n<p style=\"text-align: justify;\"><em>Und wo gibt es die besten Taxifahrer?<\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Hier in Hamburg nat\u00fcrlich, aber ich fahre mittlerweile aber nur noch mit den besten Fahrern. Wir haben eine Stamm-Funktion. Ich selektiere und habe mir in jeder Stadt Stammfahrer hinterlegt. So habe ich \u00fcberall die f\u00fcr mich pers\u00f6nlich besten Fahrer.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\n<p style=\"text-align: justify;\"><em>Und wo auf der Welt w\u00fcrdest du sagen ist Taxifahren spannend?<\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">London ist wirklich toll. Die Black Cabs m\u00fcssen jahrelang die Stra\u00dfen der Stadt studieren, bevor die fahren d\u00fcrfen. Und in Thailand ist Taxifahren abenteuerlich, wenn man auf der Vespa sitzt, ohne Helm und wie wild durch die Stadt gefahren wird.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\n<p style=\"text-align: justify;\"><em>Was war dein schlimmstes Taxi-Erlebnis?<\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Richtig Angst hatte ich in S\u00fcdafrika, wo man Touristen abr\u00e4t ein Taxi zu nehmen. Ich hab&#8217;s doch gemacht und der Fahrer hielt pl\u00f6tzlich vor einer Bar an und stieg aus. Keine Ahnung wo ich war, was ich tun sollte. 10 Minuten sp\u00e4ter kam ein anderer Mann aus der Bar und setzte sich ans Steuer. Das war der Schichtwechsel und der neue Fahrer fuhr mich dann weiter. Aber ein seltsames Gef\u00fchl war das schon.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\n<p style=\"text-align: justify;\"><em>Und wie geht&#8217;s weiter mit myTaxi?<\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Wir haben so viele neue Ideen, dass wir noch \u00fcber Jahre damit besch\u00e4ftigt sein werden. Ganz neu ist, dass man ab 01.08. auch Meilen mit uns sammeln kann. Und wir internationalisieren die App und werden den Sprung \u00fcber den gro\u00dfen Teich wagen. Wohin genau kann ich aber noch nicht verraten.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\n<p style=\"text-align: justify;\">Bio:<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Ein Weltenbummler und h\u00e4ufiger Taxi-Nutzer war Sven K\u00fclper (33) schon immer. Nach seinem Abschluss an der Hamburger School of Business Administration wollte er das &#8218;richtige&#8216; Studentenleben kennenlernen und siedelte nach Sydney um. Dort genoss er neben seinem Marketing-Studium auch die Vorz\u00fcge des Landes: Strand, Parties, Lebensfreude. Zur\u00fcck in Hamburg arbeitete er als Berater bevor er 2009 alles auf eine Karte setze und myTaxi mit Niclaus Mewes als Start-Up gr\u00fcndete. Nun f\u00e4hrt er beruflich mit dem Taxi, \u00fcberall auf der Welt, um sich \u00fcber die regionalen Gepflogenheiten zu informieren. Nur in einer der ber\u00fchmtesten Taxi-St\u00e4dte war er noch nicht, wie er selber zugibt: &#8222;Ich war noch niemals in New York!&#8220;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Urspr\u00fcnglich erschienen im Prinz Hamburg 09\/2012.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Jeder von uns hat schon einmal ein schlechtes Taxierlebnis gehabt, doch nur die wenigsten h\u00e4tten daraus eine Karriere gemacht. 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