{"id":1993,"date":"2012-12-10T00:00:57","date_gmt":"2012-12-09T23:00:57","guid":{"rendered":"http:\/\/wortraub.com\/?p=1993"},"modified":"2013-06-02T08:20:35","modified_gmt":"2013-06-02T07:20:35","slug":"invasion-von-der-wega","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/wortraub.com\/?p=1993","title":{"rendered":"Invasion von der Wega"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\" align=\"center\">DVD Booklet der Neuver\u00f6ffentlichung der Serie \u201cInvasion von der Wega\u201d (Original: The Invaders)<!--more--><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\u201eFremde Wesen aus dem Weltraum. Ihr Ziel: die Erde. Ihr Plan: sie f\u00fcr sich zu erobern. Ihre Ausgangsbasis: Amerika. David Vincent hat sie gesehen. F\u00fcr ihn begann alles eines Nachts, als er auf einer einsamen Landstra\u00dfe eine Abk\u00fcrzung suchte, die er niemals fand. Es begann an einem abgelegenen, verfallenen Gasthaus, wo er anhielt, da er zu m\u00fcde war, um weiterzufahren. Es begann mit der Landung eines Raumschiffes von einem anderen Sonnensystem. Jetzt wei\u00df er, dass die Eindringlinge da sind. Er wird erfahren, dass sie von einem Planeten der Wega kommen, dass sie menschliche Gestalt angenommen haben und er muss eine ungl\u00e4ubige Welt davon \u00fcberzeugen, dass die lautlose Invasion bereits begonnen hat.\u201c<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\n<h3 style=\"text-align: justify;\">Der Macher hinter der Produktion: Quinn Martin<\/h3>\n<p style=\"text-align: justify;\">Martin, der als Irwin Martin Cohn 1922 zur Welt kam, wuchs im Filmgesch\u00e4ft Hollywoods auf. Sein Vater arbeitete im Schnitt der gro\u00dfen MGM-Studios und Martin folgte ihm schon fr\u00fch in die Filmkarriere, zun\u00e4chst als Sound Editor. Mitte der 1950er Jahre wechselte er dann recht erfolgreich ins Fach der Produktion und konnte mit <i>The Untouchables<\/i> (dt. <i>Die Unbestechlichen<\/i>, 1959-63) sogar einen Emmy-Award auf seinem Konto verbuchen. 1960 gr\u00fcndete er seine eigene Firma QM Productions, mit der er in den darauf folgenden 18 Jahren bis zu ihrem Verkauf f\u00fcr mehr als 2000 Stunden Fernsehunterhaltung verantwortlich zeichnen sollte.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Er galt als ernster, mit unter gar humorloser &#8222;Macher&#8220;, der seine Produktionen nach Effektivit\u00e4t ausrichtete und entgegen der \u00fcblichen Verfahren in verschiedenen Departments entwickeln lie\u00df. Jede Serie wurde in unterschiedliche Bereiche aufgeteilt (Planung, Produktion, Nachbearbeitung) und einzig Quinn Martin selbst behielt die vollst\u00e4ndige Kontrolle \u00fcber seine Serien. Bei seinen Mitarbeitern galt Martin als &#8222;gutm\u00fctiger Despot&#8220; (so Alan Armer, ein Produzent aus QMs Team), der ein besonderes Auge auf Qualit\u00e4t hatte und deswegen den besten Lohn in der Branche zahlte. Nur mit diesem erh\u00f6hten Budget lie\u00dfen sich die von Martin gew\u00fcnschten Standards halten: extensive Au\u00dfendrehs, hochwertige Ausstattung und vor allem Stars, die sonst dem TV fern blieben.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Inhaltlich waren Martins Shows zumeist ernst und besonders nah an der Realit\u00e4t. Seine Spezialit\u00e4t waren erdige Krimi- und Actionserien mit starken, heroischen Hauptfiguren (Polizisten oder andere Justizangestellte) und deren Suche nach Gerechtigkeit. Kriminal-Serien wie <i>The Fugitive<\/i> (dt. <i>Auf der Flucht<\/i>, 1963-67), <i>The F.B.I.<\/i> (dt. <i>FBI<\/i>, 1965-74), <i>The Streets of San Francisco<\/i> (dt. <i>Die Stra\u00dfen von San Francisco<\/i>, 1972-77) und <i>Cannon<\/i> (1971-76) pr\u00e4gten das Fernsehen in den 1960er und 70er Jahren ma\u00dfgeblich und nachhaltig und machten Quinn zu einer absoluten Genre-Gr\u00f6\u00dfe. Die Science Fiction-Serie <i>The Invaders<\/i> (dt. <i>Invasion von der Wega<\/i>, 1967-68) hingegen war eine der wenigen Ausnahmen, die als Ausfl\u00fcge in die fantastischen Genres zu bezeichnen sind. Insgesamt produzierte Martin sechszehn TV-Serien und knapp zwanzig TV-Filme bevor er sich 1979 aus dem Gesch\u00e4ft zur\u00fcckzog und als Gastprofessor an der University of California Theaterwissenschaften unterrichtete. Er verstarb 1987 an einem Herzinfarkt.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\n<h3 style=\"text-align: justify;\">Die Idee zur &#8222;Invasion von der Wega&#8220;: Larry Cohen<\/h3>\n<p style=\"text-align: justify;\">Der zweite ma\u00dfgeblich an der Serie beteiligte Mann, Larry Cohen, steht in deutlichem Kontrast zum pragmatischen und konservativen Produzenten Quinn Martin. Der 1941 geborene Cohen wurde vor allem durch seine B-Movie-Produktionen der 1970er und 1980er Jahre bekannt, die irgendwo zwischen Science Fiction, Horror und Satire pendeln. Cohen gilt als absoluter Filmfanatiker und verbrachte den Gro\u00dfteil seiner Jugend im Kino. Insbesondere seine Liebe f\u00fcr Alfred Hitchcock sollte ihn f\u00fcr sein sp\u00e4teres Schaffen ma\u00dfgeblich inspirieren: Unter anderem findet sich der Film <i>North by Northwest<\/i> (dt. <i>Der unsichtbare Dritte<\/i>, 1959) unter den von Cohen genannten Quellen f\u00fcr <i>The Invaders<\/i>.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Bereits mit 17 Jahren (und unter Angabe eines gef\u00e4lschten Geburtsdatums) beginnt der als Drehbuch-Wunderkind geltende Cohen 1958 f\u00fcr das Fernsehen zu schreiben und avanciert schnell zu einem gefragten Autoren f\u00fcr Serien wie <i>Checkmate<\/i> (1960-62), <i>Sam Benedict<\/i> (1962-63), <i>The Defenders<\/i> (dt. <i>Preston &amp; Preston<\/i>, 1961-65) oder <i>The Fugitive<\/i> (dt. <i>Auf der Flucht<\/i>, 1963-67). Doch gerade sein Gesp\u00fcr f\u00fcr interessante Serienstoffe bringt den Erfolg. Er entwickelt die Western-Serie <i>Branded<\/i> (dt. <i>Ge\u00e4chtet<\/i>, 1965-66), um einen wegen Feigheit verurteilten Soldaten, der um seine Rehabilitation k\u00e4mpft und <i>Coronet Blue <\/i>(dt. <i>Das Geheimnis der blauen Krone<\/i>, 1967), eine Serie um einen Mann mit Ged\u00e4chtnisverlust, der von einer mysteri\u00f6sen Gruppe gejagt wird und versucht, seine Vergangenheit zu rekonstruieren. <i>The Invaders<\/i> verbindet diese Motive der Suche und Verfolgung, nur dass diesmal ein Mann Beweise f\u00fcr die Existenz Au\u00dferirdischer sammelte, um die Welt davor zu retten, einer Invasion zum Opfer zu fallen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Ende der 1960er Jahre verl\u00e4sst Cohen das Fernsehen, um sich dem Film zuzuwenden. Seine Unzufriedenheit mit der Umsetzung seiner Manuskripte bringt ihn 1972 jedoch dazu, selber die Regie zu \u00fcbernehmen. Insbesondere die Film-Reihe <i>It&#8217;s Alive<\/i> (<i>Die Wiege des B\u00f6sen<\/i>, 1974), <i>It Lives Again<\/i> (<i>Die Wiege des Satans<\/i>, 1978) und <i>It&#8217;s Alive III: Island of the Alive<\/i> (dt. <i>Die Wiege des Schreckens<\/i>, 1987), aber auch eigenst\u00e4ndige Produktionen wie <i>God Told Me To<\/i> (1976) oder <i>Q<\/i> (dt. <i>American Monster<\/i>, 1982) verschaffen ihm den Ruf als Meister des B-Movie-Horror. In den 1990er Jahren besinnt er sich auf das Schreiben und landet 2002 mit <i>Phone Booth<\/i> (dt. <i>Nicht auflegen!<\/i>, 2002) unter der Regie von Joel Schumacher seinen wohl erfolgreichsten Film.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\n<h3 style=\"text-align: justify;\">Hintergrund der Kult-Serie<\/h3>\n<p style=\"text-align: justify;\">In den 1960er Jahren war die Science Fiction (SF) im US-amerikanischen Fernsehen vor allem durch zwei wichtige Produzenten gepr\u00e4gt geworden, deren Serien sich f\u00fcr zuk\u00fcnftige Produktionen als Inspirationen verankern sollten. An einem Ende des Spektrums standen die effektreichen, unterhaltsamen und vor allem auf Kinder ausgerichteten Serien Irwin Allens: <i>Voyage to the Bottom of the Sea<\/i> (dt. <i>Die Seaview: In geheimer Mission<\/i>, 1964-68), <i>Lost in Space<\/i> (dt. <i>Verschollen zwischen fremden Welten <\/i>1965-68), <i>The Time Tunnel<\/i> (1966-67) und <i>Land of the Giants<\/i> (dt. <i>Planet der Giganten<\/i>, 1968-70). Allen war ber\u00fchmt f\u00fcr seine gro\u00dfe Affinit\u00e4t zum Spektakul\u00e4ren und seine Shows galten als seichte Unterhaltung ohne tiefgehenden Anspruch. Am anderen Ende des Spektrums stand Gene Roddenberrys <i>Star Trek<\/i> (dt. <i>Raumschiff Enterprise<\/i>, 1966-69), die ein erwachseneres Publikum vor allem durch die Darstellung einer utopischen Gesellschaft zu gewinnen versuchte. Die Pr\u00e4sentation einer extrem liberalen Gesellschaft in der F\u00f6deration der freien Planeten stand dabei in starken Kontrast zur Realit\u00e4t einer Gesellschaft, die in von Rassismus, Sexismus und Klassenunterschieden gepr\u00e4gt war. Die kritische Haltung der Sendung, in der auch aktuelle Probleme wie der Kalte Krieg thematisiert wurden, war allerdings nur m\u00f6glich, da sie ihre Handlung weit in die Zukunft verlegte und die zur Erschaffung der F\u00f6deration n\u00f6tigen Wandlungen explizit aussparte. Auch diese Serie wurde jedoch oft von Jugendlichen konsumiert und konnte im Kampf um deren Gunst nicht vollst\u00e4ndig auf spektakul\u00e4re Effekte und action-lastige Abenteuerplots verzichten.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">In starkem Kontrast dazu stand die 1967-68 von ABC ausgestrahlte Serie <i>The Invaders<\/i>, die beabsichtigt auf Effekte verzichtet. Mit nur minimalem Einsatz von Tricktechnik und einer psychologischen Ausrichtung konnte die Serie im Verlauf der ersten Staffel ein beachtliches Publikum erreichen, das vorn\u00e4mlich aus Erwachsenen bestand. Die Pr\u00e4misse einer Invasion von Au\u00dferirdischen, die unerkannt und ununterscheidbar von den Menschen unter uns leben war d\u00fcster und von h\u00f6chster Ernsthaftigkeit. Laut Hauptdarsteller Roy Thinnes verstand Produzent Quinn Martin die Serie als bodenst\u00e4ndiges Drama, dessen SF Element einzig dazu geeignet war, die Menschen in Angst zu versetzen. Statt einer pers\u00f6nlichen Bedrohung f\u00fcr den Protagonisten (wie etwa in <i>The Fugitive,<\/i> in der Dr. Kimble f\u00e4lschlich des Mordes angeklagt und zum Tode verurteilt wurde und nun seine Unschuld beweisen musste) versetzte das Alien-Szenario die Macher der Serie in die Lage, eine globale Bedrohung ins Rennen zu schicken und so die verbreitete Angst zu potenzieren. F\u00fcr Martin war <i>The Invaders<\/i> eine &#8222;Studie in Paranoia&#8220;.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Als Inspiration f\u00fcr die Serie hatte Autor Larry Cohen jedoch nicht <i>The Fugitive<\/i> im Sinn. Cohen selbst gibt an, er sei vor allem von Alfred Hitchcocks einsamen und missachteten Helden, die gegen einen Komplott ank\u00e4mpfen m\u00fcssen inspiriert worden: Zu seinen Lieblingsfilmen z\u00e4hlen <i>The 39 Steps<\/i> (dt. <i>Die 39 Stufen<\/i>, 1935), <i>Saboteur<\/i> (dt. <i>Saboteure<\/i>, 1942) und ganz klar <i>North by Northwest<\/i> (dt. <i>Der unsichtbare Dritte<\/i>, 1959). Hitchcocks Formel des einsamen Helden und der Verschw\u00f6rung galt Cohen als Garant f\u00fcr spannende Abenteuer und da sie bis dahin haupts\u00e4chlich im Film aber nicht im Fernsehen Verwendung gefunden hatte, \u00fcbernahm er die Pr\u00e4misse f\u00fcr <i>The Invaders<\/i>.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Als zweiten kreativen Input gibt Cohen freiz\u00fcgig die Science Fiction-Filme seiner Jugend an. Gerade die 1950er Jahre lieferten ihm einen immensen Fundus an Filmen \u00fcber au\u00dferirdische Invasoren und deren Versuche die Erde zu \u00fcbernehmen. Insbesondere zwei Filme waren f\u00fcr Cohen eine Erleuchtung: In William Cameron Menzies <i>Invaders from Mars<\/i> (dt. Invasion vom Mars, 1953) entf\u00fchren die Invasoren vom Mars Menschen, um ihnen Kristalle zur Gedankenkontrolle einzusetzen und sie so zu kalten, emotionslosen Wesen zu machen, die bedingungslos den Befehlen des zentralen Mars-Hirns folgen. In Don Siegels Klassiker <i>Invasion of the Body Snatchers<\/i> (dt. <i>Die D\u00e4monischen<\/i> \/ <i>Die Invasion der K\u00f6rperfresser<\/i>, 1956) hingegen werden nicht etwa die Menschen selbst manipuliert, sondern durch exakte Replikationen ersetzt, die sich aber wiederum durch besondere K\u00e4lte und Unmenschlichkeit auszeichnen. Die &#8218;K\u00f6rperfresser&#8216; des Titels sind jedoch keine humanoiden Lebenwesen, sondern eine parasit\u00e4re Lebensform, die nur \u00e4u\u00dferlich menschliche Gestalt annimmt. Der Film ist gezeichnet von einer ausgepr\u00e4gten Paranoia, die sich breit macht, weil so viele Menschen in Replikationen ihrer selbst verwandelt worden sind und kein Ausweg zu existieren scheint.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Diese Paranoia ist es, die auch <i>The Invaders<\/i> kennzeichnet und die einen politischen Kommentar seitens Larry Cohen darstellt. In den 1950er Jahren waren die Filmstudios Hollywoods Schauplatz einer ganz eigenen Suche nach &#8218;inneren Feinden&#8216; gewesen: Die &#8218;rote Angst&#8216; ging zu dieser Zeit des eskalierenden Kalten Krieges um, und angestachelt durch Senator Joseph McCarthy begann in den USA eine wahre Hexenjagd auf Kommunisten, die man vor allem unter K\u00fcnstlern und Intellektuellen w\u00e4hnte. Davon stark betroffen waren die Film- und Fernsehproduktionen Hollywoods, an deren Sets pl\u00f6tzlich Verfolgung und Verleumdung herrschten. Selbstzensur war ebenso die Folge wie die St\u00e4rkung konservativer, ur-amerikanischer Themen in den verbleibenden Produktionen. Die Alien-Invasionsfilme der Zeit waren entsprechend Ausdruck einer Haltung, die versuchte mit den Mittel der Science Fiction die Hetzjagden und Denunziationen zu rechtfertigen und ein Gef\u00fchl der Bedrohung zu transportieren. Dass <i>The Invaders <\/i>dieses Motiv so prominent aufgreift, und zwar 10 Jahre nach der letzten Welle des McCarthyismus, wendet die Aussage gegen das etablierte System der Selbstzensur. 1967 wusste ganz Amerika, dass in Hollywood keine &#8218;rote Bedrohung&#8216; zu finden und dass die Vorw\u00fcrfe reine Hysterie gewesen waren. Die Serie wirkt somit politisch ironisierend, in dem sie auf der Oberfl\u00e4che das Invasion-Motiv best\u00e4tigt und durch die Invasoren ja tats\u00e4chlich eine Bedrohung vorhanden ist. Aber genau hier liegt die Kritik: Die Autorit\u00e4tsfiguren in der Serie glauben Vincent nicht und ergehen sich selbstgef\u00e4lliger Aburteilung des &#8218;Verr\u00fcckten&#8216;. Wo keine Bedrohung vorhanden war, da geriet das System in Aufruhr. Die echte Bedrohung jedoch erregt niemanden mehr \u2013 Amerika ist zu bequem geworden, und Selbstsicherheit und Bequemlichkeit werden somit zu Feinden der Freiheit.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">In einer Zeit innerer Unruhen und politischer Machtk\u00e4mpfe wagt <i>The Invaders<\/i> also einen wichtigen Schritt zur Politisierung des Unterhaltungsformats Fernsehen, auch wenn die Botschaft vielen Zuschauern nicht bewusst gewesen sein mag. Dennoch konnte die Serie mit ihrem Motiv einer Invasion von Au\u00dferirdischen, einer Infiltration und Bedrohung von Innen viele wichtige Formate f\u00fcr die Zukunft inspirieren. Insbesondere die wohl wichtigste SF-Serie der 1990er Jahre w\u00e4re wohl nie so erfolgreich geworden, h\u00e4tte ihr Erfinder Chris Carter nicht in seiner Jugend <i>The Invaders <\/i>geschaut. In <i>The X-Files<\/i> (dt. <i>Akte X \u2013 Die unheimlichen F\u00e4lle des FBI<\/i>, 1993-2002) konnte Carter das Motiv der Infiltration aufgreifen und noch viel expliziter auf die Komplizenschaft der Beh\u00f6rden, die Unf\u00e4higkeit einer Selbstregulation und vor allem die Ohnmacht gegen\u00fcber einer solchen Verschw\u00f6rung verweisen. Paranoia wurde hier zum Hauptmotiv der seriellen Unterhaltung, ganz so wie es f\u00fcr kurze Zeit schon 25 Jahre zuvor der Fall war. <i>The Invaders<\/i> ist ein wichtiger Schritt in der Entwicklung des Science Fiction-Fernsehens und dank dieser DVD-Box nun einer neuen Generation von Zuschauern erstmals zug\u00e4nglich.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\n<h3 style=\"text-align: justify;\">Was Sie \u00fcber die Invasoren wissen m\u00fcssen&#8230;<\/h3>\n<ul style=\"text-align: justify;\">\n<li>Im englischen Original sind der Name ihres Heimatplaneten und ihrer Rasse nicht bekannt, die Wega ist nur im Titel der deutschen \u00dcbersetzung zu finden.<\/li>\n<li>Sie k\u00f6nnen menschliche Gestalt annehmen, ben\u00f6tigen dazu aber Zeit in den Regerationskammern, sonst fangen sie an rot zu gl\u00fchen.<\/li>\n<li>Wenn sie sterben vergl\u00fchen sie vollst\u00e4ndig in rotem Licht und lassen nichts zur\u00fcck au\u00dfer ein paar Ru\u00dfspuren.<\/li>\n<li>Sie haben kein Schmerzempfinden, bluten nicht und sie haben auch keinen Herzschlag.<\/li>\n<li>Sie sind emotionslos und m\u00fcssen menschliche Gef\u00fchlen erlernen und nachspielen.<\/li>\n<li>Einige von Ihnen haben eine Deformation der Hand und k\u00f6nnen ihren kleinen Finger nicht kr\u00fcmmen, so dass dieser permanent absteht.<\/li>\n<li>Sie sind technologisch weit fortgeschritten und besitzen Raumschiffe, Regenerationskammern und scheibenf\u00f6rmige Waffen, mit denen sie bei Menschen Hirntumore oder Herzinfarkte ausl\u00f6sen k\u00f6nnen.<\/li>\n<\/ul>\n<p style=\"text-align: justify;\">\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>DVD Booklet der Neuver\u00f6ffentlichung der Serie \u201cInvasion von der Wega\u201d (Original: The Invaders)<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":1994,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"colormag_page_container_layout":"default_layout","colormag_page_sidebar_layout":"default_layout","_vp_format_video_url":"","_vp_image_focal_point":[],"footnotes":""},"categories":[184],"tags":[439,190,99,183,181],"class_list":["post-1993","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-pr","tag-invasion-von-der-wega","tag-pr-2","tag-science-fiction","tag-studio-hamburg","tag-tv"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/wortraub.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/1993","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/wortraub.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/wortraub.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/wortraub.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/wortraub.com\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=1993"}],"version-history":[{"count":3,"href":"https:\/\/wortraub.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/1993\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":2880,"href":"https:\/\/wortraub.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/1993\/revisions\/2880"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/wortraub.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/media\/1994"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/wortraub.com\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=1993"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/wortraub.com\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=1993"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/wortraub.com\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=1993"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}