{"id":2337,"date":"2006-03-01T00:00:32","date_gmt":"2006-02-28T23:00:32","guid":{"rendered":"http:\/\/wortraub.com\/?p=2337"},"modified":"2013-06-01T18:05:32","modified_gmt":"2013-06-01T17:05:32","slug":"wir-konnen-auch-hart","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/wortraub.com\/?p=2337","title":{"rendered":"Wir k\u00f6nnen auch hart"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\">Die Bestimmung von Musikgenres ist eine leidige Sache. Einerseits f\u00fchlen sich die Bands in den Schubladen eigentlich nie wohl, andererseits brauchen wir Musikjournalisten diese Kategorien, um damit dem geneigten Leser zu vermitteln, um was es sich bei der Musik gerade handelt. Das inflation\u00e4re Erfinden von neuen Genres hat in den letzten Jahren allerdings dazu gef\u00fchrt, dass man selbst als Schreiberling nicht mehr durchblickt.<!--more--> Eine dieser Genre-Kreationen, und auch noch die aktuell trendigste im harten Stromgitarrenbereich, ist Metalcore, eine energetische Mischung aus Hardcore und Metal. Die f\u00fcnf deutschen Jungs von Caliban gelten als Veteranen des Fach und das sogar international. Ihre ersten Auftritte haben die noch recht jungen Musiker \u00fcberall in Europa absolviert, da waren auch Jugendzentren in Frankreich eine Reise wert. Musikalisch verbreiten Caliban auf ihrem f\u00fcnften regul\u00e4ren Album eine Mischung aus Gegens\u00e4tzen. Einerseits h\u00e4mmern kraftvolle Double-Bass-Beats, die Gitarrenriffs sind brachial und schwer, ebenso wie die Grunts und Shouts von S\u00e4nger Andy. Im n\u00e4chsten Moment f\u00e4hrt der Sound zur\u00fcck, und der mittlerweile besser geschulte Gesang von Denis wird h\u00f6rbar, softe Elemente nehmen H\u00e4rte und Schwere aus den St\u00fccken, lassen sie im Kontrast noch st\u00e4rker hervortreten. Gitarrist und Songwriter Marc G\u00f6rtz erkl\u00e4rt die Entstehung der Mischung: &#8222;Wir machen uns keine Gedanken, ob etwas zu soft oder zu hart ist. Das Album muss insgesamt viele Gegens\u00e4tze haben. Ruhiges und Hartes kommt dann ganz nat\u00fcrlich rein.&#8220; &#8222;The Undying Darkness&#8220; ist f\u00fcr Caliban-Verh\u00e4ltnisse deutlich massenkompatibler geworden, was sich vielleicht auch in der Coverversion von Bj\u00f6rks &#8222;Army of Me&#8220; widerspiegelt, f\u00fcr die man erstmalig mit einer Gasts\u00e4ngerin zusammen gearbeitet hat. Eine ungew\u00f6hnliche Wahl, aber logisch ins Konzept der Gegens\u00e4tze passend: &#8222;Wir h\u00f6ren privat auch viele andere Musikrichtungen. Und es ist langweilig, wenn man im selben Musikgenre covert. Eine Umsetzung von etwas Fremden in den eigenen Stil ist halt interessanter.&#8220; Dass man bei Metalcore jedoch nicht von Massenkompatibilit\u00e4t im Sinne der Charts oder Musiksender sprechen kann ist auch Marc klar. Ihm w\u00e4re der Kunstproduktcharakter der Charts zuwider: &#8222;Bei Top of the Pops w\u00fcrde ich nicht auftreten. Playback spielen wir nicht.&#8220; Caliban sind \u00fcber die letzten Jahre zu einer professionellen Band gewachsen. &#8222;Das war eine gesunde und nat\u00fcrliche Entwicklung,&#8220; findet Marc. Stimmt, denn ein nat\u00fcrliches Verh\u00e4ltnis zur Musik h\u00f6rt man den Veteranen des Metalcore auf &#8222;The Undying Darkness&#8220; auch an.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><i>Der Artikel ist erschienen im WOM Magazin Ausgabe 03\/06.<\/i><br \/>\n&gt;&gt; <a href=\"Journalist\/Features\/Caliban.pdf\" target=\"_blank\"><span style=\"color: #6a0000;\">Hier klicken, um PDF runterzuladen.<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Bestimmung von Musikgenres ist eine leidige Sache. 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