{"id":3309,"date":"2013-06-02T16:49:32","date_gmt":"2013-06-02T15:49:32","guid":{"rendered":"http:\/\/wortraub.com\/?p=3309"},"modified":"2014-09-28T17:56:42","modified_gmt":"2014-09-28T16:56:42","slug":"cd-tipp-filter-the-sun-comes-out-tonight-industrial-metal","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/wortraub.com\/?p=3309","title":{"rendered":"CD-Tipp: Filter &#8211; &#8222;The Sun Comes Out Tonight&#8220;"},"content":{"rendered":"<p>Seit fast zwanzig Jahre geh\u00f6rt Richard Patrick mit seiner Band Filter nun schon zur Speerspitze einer Musikrichtung, die irgendwo zwischen Elektronik, Industrial und Metal ein Nischendasein fristet. Trotz Achtungserfolgen und Hits konnte sich die Band aber immer noch nicht aus der Spezialisten-Ecke befreien.\u00a0<!--more-->Denn irgendwie will sich der kommerzielle Erfolg im Bereich Industrial nicht so recht einstellen. Genrekollege Trent Reznor hat sich zwischenzeitlich von jeglicher kommerziellen Vermarktung abgewendet, nur um nun doch mit dem neuen Nine Inch Nails-Album wieder zum Major-Label zur\u00fcck zu kehren. Rob Zombie scheint als Regisseur deutlich mehr Aufmerksamkeit zu erregen, denn als Musiker und auch Al Jourgensen musiziert mit seiner Kultkombo Ministry seit Jahren eher auf kleinen Indie-Labels vor sich hin.<\/p>\n<p>Dabei hatte Anfang der 1990er Jahre alles so gut ausgesehen f\u00fcr den Industrial. Ministrys &#8222;N.W.O.&#8220;, Nine Inch Nails &#8222;Closer&#8220; und White Zombies &#8222;More Human Than Human&#8220; gelten bis heute als Underground-Hits, ebenso wie Filters Deb\u00fctsingle &#8222;Hey Man, Nice Shot&#8220;. Doch der Erfolg geht \u00fcber ein kurzes Aufblinken im Mainstream nicht hinaus. Mit &#8222;Take A Picture&#8220; wechseln Filter sogar f\u00fcr kurze Zeit zu pop-angehauchten Sounds mit Akustikgitarren und landen in den Charts, aber die Nachhaltigkeit ist nicht da. V\u00f6llig unverst\u00e4ndlich, wenn auch f\u00fcr eingefleischte Fans nat\u00fcrlich nur Indiz daf\u00fcr, hier einen Geheimtipp vor sich zu haben.<\/p>\n<p>Auf dem neuen Album &#8222;The Sun Comes Out Tonight&#8220; nun beweist Patrick einmal mehr, was Filter ausmacht: die explosive Mischung aus treibenden Elektrobeats, hymnischen Power-Keyboard-Akkorden, energiegeladenem Gesang und nat\u00fcrlich m\u00e4chtigen Gitarrenriffs bietet hier alle Elemente der letzten Alben erneut auf. Da sind die kraftvollen, extrem tanzbaren Kracher im Stile von &#8222;Where do we go from here?&#8220; &#8211; man schaue sich &#8222;Burn It&#8220; oder &#8222;It Got to Be Right Now&#8220; an. Das mit blubbernden B\u00e4ssen und stiller Atmosph\u00e4re beginnende &#8222;What Do You Say&#8220; erinnert stark an &#8222;Hey Man&#8220;, w\u00e4hrend die Gitarren und flockige Fr\u00f6hlichkeit von &#8222;Surprise&#8220; oder &#8222;First You Break It&#8220; wiederum an &#8222;Take A Picture&#8220; erinnern. Wie gesagt, alle Stile und Facetten von Filter finden sich hier wieder.<\/p>\n<p>Generell ist das Album h\u00e4rter, elektronischer und vor allem energischer als das 2010er &#8222;Trouble with Angels&#8220;. Doch mit vielen hymnischen Melodien und genialen Popsounds d\u00fcrfte es dennoch mit eines der kommerziellesten Filter-Alben sein. F\u00fcr die Band jedenfalls kann man sich nur w\u00fcnschen, dass der Erfolg diesmal nachhaltiger ist &#8211; verdient h\u00e4tten sie es. Und vielleicht ziehen andere Industrial-Acts gleich mit &#8211; Rob Zombies aktuelles Album oder Reznors Band How to Destroy Angels zeigen jedenfalls, dass das Genre sehr wohl noch viel neues zu bieten hat.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Seit fast zwanzig Jahre geh\u00f6rt Richard Patrick mit seiner Band Filter nun schon zur Speerspitze einer Musikrichtung, die irgendwo zwischen<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":3310,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"colormag_page_container_layout":"default_layout","colormag_page_sidebar_layout":"default_layout","_vp_format_video_url":"","_vp_image_focal_point":[],"footnotes":""},"categories":[21],"tags":[104,400,103,397,31,22],"class_list":["post-3309","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-musikreviews","tag-electro-metal","tag-filter","tag-industrial","tag-industrial-metal","tag-musik","tag-review"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/wortraub.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/3309","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/wortraub.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/wortraub.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/wortraub.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/wortraub.com\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=3309"}],"version-history":[{"count":5,"href":"https:\/\/wortraub.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/3309\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":4858,"href":"https:\/\/wortraub.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/3309\/revisions\/4858"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/wortraub.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/media\/3310"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/wortraub.com\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=3309"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/wortraub.com\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=3309"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/wortraub.com\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=3309"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}