{"id":3421,"date":"2013-08-28T00:00:34","date_gmt":"2013-08-27T23:00:34","guid":{"rendered":"http:\/\/wortraub.com\/?p=3421"},"modified":"2013-08-26T09:19:10","modified_gmt":"2013-08-26T08:19:10","slug":"alter-blues-in-neuem-gewand","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/wortraub.com\/?p=3421","title":{"rendered":"Alter Blues in neuem Gewand"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\">Er ist Bluesmusiker seit er 12 Jahre alt war und gilt als eines der gr\u00f6\u00dften Talente des Genres \u2013 sowohl wegen seiner Stimme als auch seiner F\u00e4higkeiten an der Gitarre. Doch seine Alben treffen unter Genrekennern nicht immer auf Zustimmung, denn Jonny Lang ist auch ein Innovator.<!--more--><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Sein neues Album &#8222;Fight for my Soul&#8220; d\u00fcrfte die Puristen unter den Bluesfans mal wieder vor den Kopf sto\u00dfen, denn die Songs sind durchsetzt von Rockanleihen, Pop und gar HipHop-Elementen. Lang ist, nach sieben Jahren Pause, mit einem Album zur\u00fcck, das den Blues als Ger\u00fcst nimmt und ihn dann in ein modernes und variables Gewand kleidet. \u00c4hnlich wie auch sein Kollege Gary Clarke, Jr. sieht Lang darin keinen Widerspruch, sondern ein Fortschreiten seiner F\u00e4higkeiten als Musiker: &#8222;Der Blues ist doch keine alt-ehrw\u00fcrdige Musikrichtung nur f\u00fcr traditionelle Menschen. Schon immer hat er junge und innovative Musiker angezogen, und das ist auch heute noch so. Ich beginne mit Blues, aber dann entwickeln sich die Songs von selbst, nehmen andere Einfl\u00fcsse an und am Ende klingen sie eben nicht mehr rein nach Blues.&#8220;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Und so drehen sich die Songs auf &#8222;Fight for my Soul&#8220; auch nicht mehr um weinende Gitarrensolos und langsame Rhythmen. Die Musik ist variabler, spielt mit anderen Stilen und vereint sie in einer Blues-inspirierten Melange. &#8222;Am Ende ging es mir bei dem Album um das Handwerk: ich habe die Songs balanciert, sie nicht nur um ein Solo arrangiert, sondern allen Elementen gen\u00fcgend Raum gegeben. Das mag die Puristen zwar wieder zum Meckern bewegen, aber irgendwie ist mir das egal. Ganz so traditionell Blues ist das Album halt nicht. Ich bin nicht mehr an diesem Punkt in meiner musikalischen Entwicklung.&#8220;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Ganz nach dem Motto: in 16 Jahren kann man sich schon mal ver\u00e4ndern. Denn auf &#8222;Lie to me&#8220;, seine Deb\u00fctalbum von 1997, war Lang noch voller Tradition und wurde daf\u00fcr gelobt. Der Blues hatte den Teenager fasziniert und von Anfang an \u00fcberzeugt: &#8222;Aber auch damals war es nicht der puristische Sound, der mich so begeistert hat. Es war die Attit\u00fcde der Musiker, sich gegen alle Normen auszudr\u00fccken, ohne R\u00fccksicht sagen und spielen zu k\u00f6nnen, was man wollte. Das hatte ich zuvor noch nie gesehen, auch nicht im Rock. Ich wurde s\u00fcchtig nach dieser Sorglosigkeit und Selbstdarstellung.&#8220;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Und diesen Ansatz verfolgt Lang auch lyrisch auf dem Album: ohne Vorbehalte liefert der Familienvater einen Einblick in seine Sorgen und spricht \u00fcber Probleme, die er mit der Welt hat: &#8222;Ich wollte loslassen und wirklich rau und unvermittelt meine Meinung pr\u00e4sentieren. Das Gef\u00fchl ist ernster auf dem Album, nicht wirklich d\u00fcster, aber sorgenvoll. Ich sehe Ungerechtikeiten und will mich dazu \u00e4u\u00dfern.&#8220; Und damit ist das Album textlich dann doch traditionell, waren doch Klage und Kritik an der Gesellschaft schon immer deutlich erkennbare Bestandteile des Blues.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\n<p style=\"text-align: justify;\">Jonny Lang &#8211; \u201eFight for my Soul\u201c<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\n<p style=\"text-align: justify;\">Urspr\u00fcnglich erschienen im Piranha 9\/2013<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Er ist Bluesmusiker seit er 12 Jahre alt war und gilt als eines der gr\u00f6\u00dften Talente des Genres \u2013 sowohl<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":3422,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"colormag_page_container_layout":"default_layout","colormag_page_sidebar_layout":"default_layout","_vp_format_video_url":"","_vp_image_focal_point":[],"footnotes":""},"categories":[4],"tags":[207,822,52,227],"class_list":["post-3421","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-unkategorisiert","tag-blues","tag-jonny-lang","tag-rock","tag-traditional"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/wortraub.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/3421","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/wortraub.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/wortraub.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/wortraub.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/wortraub.com\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=3421"}],"version-history":[{"count":2,"href":"https:\/\/wortraub.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/3421\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":3425,"href":"https:\/\/wortraub.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/3421\/revisions\/3425"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/wortraub.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/media\/3422"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/wortraub.com\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=3421"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/wortraub.com\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=3421"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/wortraub.com\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=3421"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}