{"id":3431,"date":"2013-09-01T00:00:57","date_gmt":"2013-08-31T23:00:57","guid":{"rendered":"http:\/\/wortraub.com\/?p=3431"},"modified":"2013-08-26T09:28:46","modified_gmt":"2013-08-26T08:28:46","slug":"vom-kunstprojekt-zur-indie-popband","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/wortraub.com\/?p=3431","title":{"rendered":"Vom Kunstprojekt zur Indie-Popband"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\">Als Kind von Hippie-Eltern hatte Mikel Jollett wohl schon immer eine etwas eigene Sicht auf die Welt. So kam er auch nur \u00fcber Umwege dazu Musiker zu werden, und wenn er heute schreibt, dann muss er sich vom Erfolg der Band in den USA zur\u00fcck ziehen.<!--more--><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">&#8222;Als ich die Band gr\u00fcndete, wollte ich eigentlich Autor werden, aber irgendwie brachte ich in einem Jahr gerade einmal 10.000 Worte zu Papier. In der gleichen Zeit hatte ich aber knapp 100 Songs geschrieben \u2013 da ergab der Wechsel irgendwie Sinn&#8220;, berichtet Jollett von der Zeit vor dem 2008er Deb\u00fct. Au\u00dferdem verfolgte er damals wie heute mehr ein romantisch-verkl\u00e4rtes Bild sowohl eines Autoren wie auch eines Rockmusikers. &#8222;Ich hatte diese seltsame Vorstellung, dass die Erfahrung schon die Geschichten mit sich bringen w\u00fcrde. Ich soff, hurte rum und flog um die Welt, um mich auszutoben. Nur das mit dem Aufschreiben der Geschichten wollte dann nicht so recht werden. Aber auch als Musiker war ich mir der verdrehten Sicht auf die Realit\u00e4t bewu\u00dft. Ich habe die Band nach einem Zitat von Don DeLillo benannt, um dem Charakter der Band \u2013 wie ich sie damals verstand \u2013 einen intellektuellen postmodernen Anstrich zu verleihen und weil ich das Buch so genial fand.&#8220; Doch aus dem intellektuellen Spiel mit Rollen und Erwartungen, ganz im Sinne von Andy Warhol und Punk, wurde mehr als das urspr\u00fcnglich antizipierte &#8222;Kunstprojekt, das so tat als sei es eine Popband, die ein Kunstprojekt nachspielt&#8220;, wie Jollett die Band in ihrer Fr\u00fchphase beschreibt. &#8222;Wir waren v\u00f6llig \u00fcberrascht, dass die Leute unsere Songs toll fanden und wir pl\u00f6tzlich vor ausverkauften Konzerthallen spielten.&#8220;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Mit dem neuen Album, dem dritten in der Karriere der Band, kehren The Airborne Toxic Event nun aber endg\u00fcltig dem Spiel mit Kunst, Simulacren und postmodernen Referenzen den R\u00fccken und besinnen sich auf gro\u00dfartige, handgemachte Rockmusik mit Indie-Einschlag. Die zw\u00f6lf Songs sind mal einf\u00fchlsam poppig, mal bombastisch rockend, mal verspielt alternativ \u2013 eing\u00e4ngig produziert von Jacquire King, der schon f\u00fcr den Erfolg von Kings of Leon oder Of Monsters and Men verantwortlich zeichnet. The Airborne Toxic Event erinnern ein wenig an beide Bands: Indie-Einfluss trifft auf gro\u00dfen Rock und vermischt sich zu einem ganz wundervollen, unaufdringlichen Sound, der durch hymnische Momente besticht. &#8222;Das Songschreiben ist unbewusster geworden, mehr ins Blut \u00fcbergegangen und ich versuche nicht mehr jemanden mit Inhalten zu beeindrucken. Ich muss mich zwar aus dem Rummel zur\u00fcck ziehen, um ein paar Wochen einen klaren Kopf zu bekommen, aber dann schreibe ich \u00fcber alles, was mir in den Sinn kommt. Es gibt keine Limits, keine Zielsetzungen \u2013 einfach nur das Schreiben der Songs&#8220;, sagt Jollett und zieht dann doch noch einmal den R\u00fcckschluss zur verpassten Karriere: &#8222;Aber das Narrative, das Geschichten erz\u00e4hlen, das ist immer noch ein Teil des Prozesses. Daher stammt oftmals die Struktur meiner Songs.&#8220;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">The Airborne Toxic Event &#8211; \u201eSuch Hot Blood\u201c<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\n<p style=\"text-align: justify;\">Urspr\u00fcnglich erschienen im Piranha 09\/2013<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Als Kind von Hippie-Eltern hatte Mikel Jollett wohl schon immer eine etwas eigene Sicht auf die Welt. 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