{"id":3469,"date":"2013-09-29T00:00:46","date_gmt":"2013-09-28T23:00:46","guid":{"rendered":"http:\/\/wortraub.com\/?p=3469"},"modified":"2014-09-27T23:33:15","modified_gmt":"2014-09-27T22:33:15","slug":"game-tipp-der-puppenspieler-ps3","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/wortraub.com\/?p=3469","title":{"rendered":"Game-Tipp: Der Puppenspieler (PS3)"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\">Vorhang auf, B\u00fchne frei!\u00a0Geniales Jump&#8217;N&#8217;Run mit revolution\u00e4rer Theater-Optik<!--more--><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Als Entwickler Gavin Moore sein neuestes Werk, \u00bbDer Puppenspieler\u00ab, der deutschen Presse pr\u00e4sentierte, da wurde er nicht m\u00fcde seine Inspiration f\u00fcr das vielseitige Jump&#8217;N&#8217;Run zu erw\u00e4hnen. Er hatte bei Spielenachmittagen mit seinem kleinen Sohn die Erfahrung gemacht, dass der Junge sich von den meisten Spielen schnell gelangweilt f\u00fchlte, weil diese ausschlie\u00dflich repetitive Aufgaben an den Spieler stellen w\u00fcrden und sich von Anfang bis Ende nur wenig ver\u00e4nderten. Dem Kleinen passierte in den Spielen zu wenig \u2013 was den Ehrgeiz des Entwicklers anstachelte, ein Spiel zu machen, bei dem alle f\u00fcnf Minuten etwas Neues passiert.<\/p>\n<h3 style=\"text-align: justify;\">Drama in sieben Akten<\/h3>\n<p style=\"text-align: justify;\">Diesem Motto folgte Moore gebetsm\u00fchlenartig und erschuf ein wahres Feuerwerk an Ideen, das er in sieben Akten \u00fcber dem Spieler abfeuerte. Zuerst mal w\u00e4re da das Setting \u2013 das entgegen jeglicher sonstiger Affinit\u00e4t von Spielen zu Filmen, sich erstmals einer \u00e4lteren Unterhaltungsform zuwendet: dem Theater. Klar durch B\u00fchnenbild, Scheinwerfer und dem Raunen des Publikums als Auff\u00fchrung eines St\u00fcckes erkennbar, stolpert der Spieler als kleiner Junge Kutaro in das gr\u00f6\u00dfte Abenteuer seines Lebens. Er wird vom Mondb\u00e4renk\u00f6nig entf\u00fchrt, der ihn in eine Holzpuppe verwandelt, ihm seinen Kopf abrei\u00dft und ihn dann in den Kerker wirft. Von dort entflieht Kutaro mit Hilfe einer fliegenden Katze, einer mehr als dubiosen Hexe und einer kleinen Feen-artigen Zofe. Von Akt zu Akt erweitert der kleine Kutaro seine F\u00e4higkeiten und bekommt Hilfsmittel an die Seite gestellt. Zuerst befreit er die magische Schere Calibrus, mit der er die Schergen des K\u00f6nigs zerschneidet und sich an Ranken oder Stoffbahnen entlang in den Leveln fliegend seinen Weg bahnen kann. Es folgt der Schild eines legend\u00e4ren Ritters, der ihm Schutz bietet, kleine explodierende Bomben oder auch lange Ketten, zum Ziehen weit entfernter Gegenst\u00e4nde.<\/p>\n<h3 style=\"text-align: justify;\">Abwechslung und heiteres K\u00f6pfesuchen<\/h3>\n<p style=\"text-align: justify;\">Das \u00bbAlle-5-Minuten-Etwas-Neues\u00ab-Konzept des Spiels kommt vor allem im Leveldesign zu tragen, das vom Spieler mal einfache H\u00fcpf- und Klettereinlagen fordert, dann wieder die Schere dazu nutzt vertikale Level zu durchqueren, den Schild, um sich gegen Energiesch\u00fcsse zu wehren, die Kette, um Hindernisse aus dem Weg zu r\u00e4umen und vieles mehr. Von Szene zu Szene \u2013 von denen es je drei pro Akt gibt \u2013 wechselt die Herausforderung an den Spieler. Fast alle sind von einem hohen Tempo und viel Action gepr\u00e4gt, inhaltlich wie auch stilistisch aber sehr unterschiedlich. Das Design ist immer am Puppentheater angelehnt, variiert aber von der Festung des K\u00f6nigs, zum Bambuswald bis hin zum Friedhof enorm. Am Ende jedes Aktes dann steht einer der Gener\u00e4le des Mondb\u00e4renk\u00f6nigs, der jeweils durch actionreiche Real-Time-Events und die richtige Strategie besiegt werden muss.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\u00dcbergeordnetes Handlungsmotiv ist Kutaros Suche nach seinem eigenen Kopf, den ja der Mondb\u00e4renk\u00f6nig gestohlen hat. Bis er aber seinen eigenen Kopf zur\u00fcck hat, muss Kutaro auf Ersatzk\u00f6pfe zur\u00fcckgreifen, die ihm zu bestimmten Zeiten erlauben ganz besondere F\u00e4higkeiten einzusetzen. Ein Knochensch\u00e4del erm\u00f6glicht ihm auf den Friedhof Flederm\u00e4use aus einer Gruft zu befreien, ein Burger-Kopf l\u00e4sst ihn in der K\u00fcche leichter vom Teller springen \u2013 die K\u00f6pfe sind der Schl\u00fcssel zu vielen Extras und alternative Routen in den Leveln. Und sie sind das verbindende Element der einzelnen Szenen, in denen es insgesamt 100 der skurrilsten K\u00f6pfe zu sammeln gibt. Verliert Kutaro einen Kopf \u2013 durch Gegner oder Fallen \u2013 muss er diesen schnellstm\u00f6glich wieder aufsammeln, sonst verliert er auch sein \u00bbLeben\u00ab. Neue K\u00f6pfe findet man, in dem man seinen Begleiter die Umgebung untersuchen oder fliegende Suppent\u00f6pfe einfangen l\u00e4sst.<\/p>\n<h3 style=\"text-align: justify;\">Zu zweit gleich doppelt so viel Spa\u00df<\/h3>\n<p style=\"text-align: justify;\">Als alleiniger Spieler steuert man sowohl Kutaro als auch seinen Begleiter und muss nicht nur H\u00fcpfen, Springen und K\u00e4mpfen, sondern zugleich auch noch den Begleiter das Gebiet untersuchen lassen, um so sammelbare Mondsteinsplitter aus der Umgebung zu sch\u00fctteln oder neue K\u00f6pfe f\u00fcr Kutaro zu finden. Das ist mitunter recht hektisch und nicht immer leicht zu koordinieren. Spielt man den \u00bbPuppenspieler\u00ab hingegen zu zweit, dann ist das Spiel wesentlich leichter \u2013 denn der zweite Spieler \u00fcbernimmt die Steuerung von Kutaros fliegendem Begleiter (zuerst die Katze, sp\u00e4ter die Fee) und arbeitet kooperativ mit ihm zusammen. So kann er Kutaros Kopf f\u00fcr ihn einsammeln, Gegner aus dem Weg r\u00e4umen oder selber Mondsteinsplitter einsammeln, die Kutaro f\u00fcr Extraleben eintauschen kann. Der kooperative Modus liefert eine v\u00f6llig neue, zus\u00e4tzliche Dimension, die die Spielerfahrung auf spannende Art erweitert. Das beste daran ist jedoch, dass der zweite Spieler jederzeit in das Spiel ein- und auch wieder aussteigen kann, ohne dass dadurch der andere Spieler beeintr\u00e4chtigt wird \u2013 der \u00dcbergang ist v\u00f6llig unkompliziert und absolut nahtlos.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Einzig die Tatsache, dass das Spiel f\u00fcr einen 8-J\u00e4hrigen konzipiert wurde, k\u00f6nnte problematisch sein. Wer nicht mehr so geistig flexibel ist, der f\u00fchlt sich bei all den visuellen Reizen schnell \u00fcberfordert. Insgesamt schafft es der \u00bbPuppenspieler\u00ab aber das Jump&#8217;N&#8217;Run Genre zu innovieren und dabei mit sinnvoll eingesetzter 3D-Technik und stimmiger Atmosph\u00e4re voll und ganz zu \u00fcberzeugen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Extra-Kasten: \u00a0Tiefenscharf auf der B\u00fchne<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Meist ist 3D in einem Film oder Spiel \u00fcberfl\u00fcssig und nur da, weil es eben der Stand der Technik war. Meist, aber nicht immer. \u00bbDer Puppenspieler\u00ab ist hier die Ausnahme der Regel, denn die B\u00fchnenoptik und die wechselnden Vorder- und Hintergr\u00fcnde machen die dritte Dimension, also die Tiefe der B\u00fchne, zu einem wesentlichen Teil der Spielerfahrung. Die Puppen springen an den Rand der B\u00fchne, treten aus dem Dunkel und ragen zum Teil in den Zuschauerraum \u2013 all das macht in 3D richtig etwas her. Und weil die Entwickler sich dank der starren Kamera auf hohe Bildraten konzentrieren konnten, ist die Qualit\u00e4t der Effekte eindrucksvoll. So sollte 3D eingesetzt werden.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Urspr\u00fcnglich erschienen im PS3 Magazin 10\/2013<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Vorhang auf, B\u00fchne frei!\u00a0Geniales Jump&#8217;N&#8217;Run mit revolution\u00e4rer Theater-Optik<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":3471,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"colormag_page_container_layout":"default_layout","colormag_page_sidebar_layout":"default_layout","_vp_format_video_url":"","_vp_image_focal_point":[],"footnotes":""},"categories":[7,932],"tags":[854,1015,856,592,857,813,42,855,839],"class_list":["post-3469","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-gamefeatures","category-spiele","tag-der-puppenspieler","tag-gametipps","tag-gavin-moore","tag-jumpnrun","tag-little-big-planet","tag-playstation","tag-ps3","tag-puppeteer","tag-sony"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/wortraub.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/3469","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/wortraub.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/wortraub.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/wortraub.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/wortraub.com\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=3469"}],"version-history":[{"count":3,"href":"https:\/\/wortraub.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/3469\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":4836,"href":"https:\/\/wortraub.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/3469\/revisions\/4836"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/wortraub.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/media\/3471"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/wortraub.com\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=3469"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/wortraub.com\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=3469"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/wortraub.com\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=3469"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}