{"id":4758,"date":"2014-05-12T00:00:51","date_gmt":"2014-05-11T23:00:51","guid":{"rendered":"http:\/\/wortraub.com\/?p=4758"},"modified":"2014-09-22T11:32:11","modified_gmt":"2014-09-22T10:32:11","slug":"die-sprache-irlands","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/wortraub.com\/?p=4758","title":{"rendered":"Die Sprache Irlands"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\">Obwohl Rea Garvey in Irland geboren ist, hat er die Musik seiner Heimat lange Zeit nicht in sein eigenes Schaffen aufgenommen, aus Angst vor Stereotypen und der eigenwilligen Natur des Irish Folk.<!--more--><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Rea Garvey stammt aus Tralee, einer Stadt im County Kerry im westlichen Irland und Irish Folk liegt im quasi im Blut: &#8222;Ich habe schon mit 13 in einem Pub gearbeitet und dort haben jeden Abend Folk-Musiker gespielt. Immer wenn der Pub schloss, haben die Musiker sich auf ein Bier zusammen gesetzt und es begann dieser gro\u00dfartige Moment, in dem Sie zusammen gesungen haben, Ideen ausgetauscht haben und ohne Publikum ihrer Liebe nachgingen. Ich hatte damals schon eine Liebe zur Musik, nur fehlte mir die F\u00e4higkeit mitzumachen. Aber damals habe ich realisiert, dass Irish Folk eine ganz besondere Form der Musik ist. Sie fordert keine musikalische Kompetenz von dir, vielmehr ist sie eine Sprache, die du verstehen lernen musst.&#8220;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Als Garvey mit 25 nach Deutschland kam, um als Musiker Karriere zu machen, da wusste er aber auch, dass diese Sprache eine sehr dominante Ader hat und Musiker oftmals wegen ihrer Herkunft in Stereotype einsortiert werden: &#8222;Sagt jemand zu dir, du kl\u00e4ngst &#8218;amerikanisch&#8216;, dann kann das alles sein: Country, Rock, Pop. Aber sagt jemand, du kl\u00e4ngst &#8218;irisch&#8216;, dann ist es eigentlich immer eine bestimmte Form von Musik \u2013 Folk.&#8220; Und so entschied sich der irische Musiker dazu, alle nationalen Bez\u00fcge aus seinem Schaffen herauszulassen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Nach f\u00fcnf Alben mit seiner Rockband Reamon und dem gro\u00dfen Erfolg seines ersten Solo-Albums &#8222;Can&#8217;t Stand the Silence&#8220; ist nun aber f\u00fcr Garvey der Zeitpunkt gekommen, sich endlich auch in der Sprache seiner Jugend zu pr\u00e4sentieren. &#8222;Dieses Album zu schreiben war ein schmerzhafter Prozess, es hat mich fast zerst\u00f6rt. Ich habe so viel geschrieben und dann sp\u00e4ter befunden, dass es nichts taugt. Erst als ich anfing, sehr pers\u00f6nliche Geschichten zu schreiben, und eben auch Songs \u00fcber meine Zeit in Irland, da kam auf einmal alles zusammen, wie ein gro\u00dfes Puzzle. Manchmal passt es halt einfach und so integrierte sich das Irische ganz nat\u00fcrlich in den Rest des Materials. Die Songs sprechen mir aus dem Herzen, sie zeigen die wichtigen Momente im meinem Leben, nicht die gro\u00dfen, die wichtigen. Und darunter f\u00e4llt eben auch meine Zeit in Irland, die ich jetzt auch musikalisch in meine Songs aufnehmen kann.&#8220;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Und so klingt &#8222;Pride&#8220; denn auch nicht nach einem Best-Of der irischen Folk-Musik, sondern nutzt geschickt kleine Gesten, Instrumentierungen (wie etwa das Banjo) und eben lyrische Anekdoten, um eine Musik zu generieren, die klar im gro\u00dfen internationalen Rock verankert bleibt und doch wichtige irische Moment aufweist. &#8222;Pride&#8220; \u2013 also Stolz \u2013 zeigt Garvey am H\u00f6hepunkt seines Erfolges. Stolz ist er aber nicht auf sich und seinen bisherigen Erfolg, sondern vor allem darauf, dass er dieses Album fertigstellen konnte und was daraus geworden ist.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Rea Garvey \u2013 &#8222;Pride&#8220;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Urspr\u00fcnglich erschienen im Piranha 05\/2014<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Obwohl Rea Garvey in Irland geboren ist, hat er die Musik seiner Heimat lange Zeit nicht in sein eigenes Schaffen<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":4759,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"colormag_page_container_layout":"default_layout","colormag_page_sidebar_layout":"default_layout","_vp_format_video_url":"","_vp_image_focal_point":[],"footnotes":""},"categories":[933,4],"tags":[18,31,979,52,33,24],"class_list":["post-4758","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-musikalisch","category-unkategorisiert","tag-alternative","tag-musik","tag-rea-garvey","tag-rock","tag-singersongwriter","tag-stories"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/wortraub.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/4758","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/wortraub.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/wortraub.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/wortraub.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/wortraub.com\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=4758"}],"version-history":[{"count":2,"href":"https:\/\/wortraub.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/4758\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":4761,"href":"https:\/\/wortraub.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/4758\/revisions\/4761"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/wortraub.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/media\/4759"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/wortraub.com\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=4758"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/wortraub.com\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=4758"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/wortraub.com\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=4758"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}