{"id":4854,"date":"2014-09-28T18:25:47","date_gmt":"2014-09-28T17:25:47","guid":{"rendered":"http:\/\/wortraub.com\/?p=4854"},"modified":"2017-11-22T16:54:42","modified_gmt":"2017-11-22T15:54:42","slug":"cd-tipp-the-tea-party-the-ocean-at-the-end","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/wortraub.com\/?p=4854","title":{"rendered":"CD-Tipp: The Tea Party &#8211; &#8222;The Ocean at the End&#8220;"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\">Als Fan wei\u00df man gar nicht, ob man Jeff Martins gescheiterte Solokarriere nun betrauern soll oder nicht. Unbestritten jedoch bleibt, dass Martins einpr\u00e4gsame Stimme am besten zur Geltung kommt, wenn sie im Rahmen seiner Band The Tea Party von psychedelisch-progressiven Gitarren getragen wird.<br \/>\n<!--more--><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Seit der Trennung der Band 2005 &#8211;\u00a0f\u00fcr alle au\u00dfer Martin eher pl\u00f6tzlich und unerwartet &#8211; jedenfalls konnte man mitansehen, wie Martin darum k\u00e4mpfte, seine Stimme vom Sound der Band zu l\u00f6sen, nur um doch erkennen zu m\u00fcssen, dass die gerade Zusammenarbeit mit Stuart Chadwood und Jeff Burrows\u00a0den Erfolg ausmachte. So zog Martin 2006 mit <em>Exile and the Kingdom<\/em> keine wirkliche Aufmerksamkeit auf sich, war das Album f\u00fcr Tea Party-Fans doch zu stromlinienf\u00f6rmig und stilistisch einfach nicht eigenst\u00e4ndig genug. Auch der Versuch, sich dem Tea Party-Konzept wieder anzun\u00e4hern, mit der Band The Armada und deren gleichnamigen Album von 2008, war keineswegs von Erfolg gekr\u00f6nt. Der Sound war zwar deutlicher im progressive Rocksound angesiedelt, doch irgendwie stimmte die Chemie wieder nicht.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Zum Gl\u00fcck jedoch hatte Martin ein Einsehen und konnte Chadwood und Burrows 2011 zu einer Reunion-Livetour \u00fcberreden. Offensichtlich war die Chemie wieder da und so steht mit &#8222;The Ocean at the End&#8220; nach 10 Jahren endlich wieder ein neues Tea Party-Album in den L\u00e4den. Fans d\u00fcrften auf dem Album durchaus einiges vom alten Charme der Alben wie &#8222;Tryptich&#8220; oder &#8222;Seven Circles&#8220; wiedererkennen, doch leider macht sich auch Martins experimentierfreudiger\u00a0eigener Stil mit Country-Elementen, Blues-Licks\u00a0oder\u00a0Samba-Rhythmen auf dem Album breit. Insgesamt wirkt das Album damit zu unstet und kann \u00fcber weite Strecken die Hoffnungen auf ein Progressive Rock-Meisterwerk nicht halten.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">&#8222;The Ocean at the End&#8220; pendelt zwischen d\u00fcsteren, melodischen Hymnen wie\u00a0&#8222;The Black Sea&#8220; (das auch auf\u00a0&#8222;Tryptich&#8220; so h\u00e4tte zu finden sein k\u00f6nnen), psychedelischen Pink-Floyd-Einlagen wie dem Titelst\u00fcck (und seinem &#8218;versteckten&#8216; und unbenannten nachfolgenden Track) und so belanglosen Rocknummern wie &#8222;The Maker&#8220;, Country-beeinflussten Steel-Guitars\u00a0in &#8222;Black\u00a0Ros\u00e9s&#8220; oder dem seltsam daher holpernden &#8222;Brazil&#8220;.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Insgesamt ist &#8222;The Ocean at the End&#8220; zwar laut Schriftzug ein Tea Party-Album, doch scheint es zum Teil eine Mogelpackung. Es krankt an den selben Problemen, wie Martins Solomaterial und wirkt somit wie erzwungenes Remake, dass den Erfolg der alten Zeit emulieren soll, ohne dabei jedoch musikalisch zu sehr in den Progressive Rock abzugleiten. Schade eigentlich, ist Herrn Martins Stimme doch gerade daf\u00fcr einfach ideal geeignet.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">The Tea Party\u00a0&#8211; &#8222;The Ocean at the End&#8220; (ab 19.09.2014 im Handel)<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Als Fan wei\u00df man gar nicht, ob man Jeff Martins gescheiterte Solokarriere nun betrauern soll oder nicht. 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