{"id":4885,"date":"2014-11-07T00:00:42","date_gmt":"2014-11-06T23:00:42","guid":{"rendered":"http:\/\/wortraub.com\/?p=4885"},"modified":"2015-01-26T15:25:02","modified_gmt":"2015-01-26T14:25:02","slug":"vom-kind-zum-mann","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/wortraub.com\/?p=4885","title":{"rendered":"Vom Kind zum Mann"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\">Die thematische Inspiration ihres neuesten Albums haben die kanadischen Indiefolker Elliott Brood einem Song ihrer Kollegen The Constantines zu verdanken, die &#8222;Work and Love will make a man out of you&#8220; sangen.<!--more--><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">&#8222;Keine Ahnung. Es mag daran liegen, dass wir alle in eine neue Lebensphase \u00fcbergetreten sind, oder daran dass wir selber Kinder bekommen haben, aber im Grunde hatten wir das Gef\u00fchl, einen r\u00fcckw\u00e4rts gewendeten Blick zu brauchen, um zu verstehen wie dieser \u00dcbergang von Kindheit zum Erwachsensein vonstatten gegangen ist. Das Album ist das Ergebnis dieses Blicks, auf uns gerichtet und mit Wohlwollen unsere Vergangenheit betrachtend.&#8220; Mark Sasso, eine der beiden treibenden Kr\u00e4fte hinter der kanadischen Indiefolk-Band Elliott Brood wirkt entspannt, wenn er von seiner Kindheit spricht, dabei ist er in den wirtschaftlich harten 1980er Jahren in der heruntergekommenen Industriemetropole Windsor aufgewachsen \u2013 der Stadt, die direkt neben Detroit gelegen einen \u00e4hnlichen wirtschaftlichen Abstieg verkraften musste. &#8222;Es stimmt schon, gerade die Autoindustrie hat damals enorm gelitten und das hat Windsor ebenso hart getroffen wie Detroit. Das Leben um uns herum war hart, aber aus der Sicht von heute betrachtet war es eben wichtig das durchzustehen. Nicht zu vergessen, wir waren Jugendliche. Das Album betrachtet ja gerade den Prozess des Erwachsenwerdens. Wir kanalisieren da die Erfahrungen und Gef\u00fchle \u2013 und die waren nicht nur d\u00fcster. Meine Kindheit etwa war ziemlich gut, meine Gro\u00dfeltern hatten eine Farm, auf der ich viel Zeit verbracht habe. Auch das ist auf dem Album zu sp\u00fcren.&#8220;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">In der Tat ist &#8222;Work und Love&#8220; abwechslungreich in seiner Vermittlung von Reminiszenzen. Da sind die Fehler der Jugend ebenso vertreten wie der erste Herzschmerz. &#8222;Ich habe nie gedacht, dass ich mal einen Lovesong schreiben w\u00fcrde, aber hey, das Album sollte uns eben auch aus dem Bereich bringen, an dem wir uns sicher f\u00fchlen. Wir haben erstmals die Z\u00fcgel f\u00fcr die Produktion einem anderen \u00fcbergeben, das war nicht einfach.&#8220; Sasso und seine Kollegen haben sich f\u00fcr die Produktion des Albums in die H\u00e4nde von Ian Blurton (u.a. Weakerthans) begeben. Und der war es auch, der die Band nicht nur inhaltlich, sondern eben auch musikalisch herausgefordert hat. So ist &#8222;Work and Love&#8220; dann auch zum wohl vielschichtigsten Album der Band geworden, das in seiner Simplizit\u00e4t dennoch eine detailreiche Produktion offenbart: &#8222;Ich seh das Album und bin immer noch erstaunt, wie delikat diese Einfachheit sein kann. Das Album ist kein Extrem f\u00fcr uns, aber wer sich die M\u00fche macht, der wird viele Details erkennen, weitere Ebenen der Aufnahmen, gerade in den Vocals, die vorher nicht in unserer Musik waren. &#8218;Einfach&#8216; ist f\u00fcr mich keine negative Bewertung \u2013 die Songs sind direkt, aber doch vielschichtig und wundervoll aufgebaut.&#8220;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Elliott Brood \u2013 &#8222;Work and Love&#8220;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\n<p style=\"text-align: justify;\">Urspr\u00fcnglich erschienen im Piranha 11\/2014<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\n<p style=\"text-align: justify;\">\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die thematische Inspiration ihres neuesten Albums haben die kanadischen Indiefolker Elliott Brood einem Song ihrer Kollegen The Constantines zu verdanken,<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":4886,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"colormag_page_container_layout":"default_layout","colormag_page_sidebar_layout":"default_layout","_vp_format_video_url":"","_vp_image_focal_point":[],"footnotes":""},"categories":[4,933],"tags":[477,189,31,33,24],"class_list":["post-4885","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-interview","category-musikalisch","tag-folkrock","tag-indie","tag-musik","tag-singersongwriter","tag-stories"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/wortraub.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/4885","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/wortraub.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/wortraub.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/wortraub.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/wortraub.com\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=4885"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/wortraub.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/4885\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":4887,"href":"https:\/\/wortraub.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/4885\/revisions\/4887"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/wortraub.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/media\/4886"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/wortraub.com\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=4885"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/wortraub.com\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=4885"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/wortraub.com\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=4885"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}