{"id":5075,"date":"2016-03-07T16:21:21","date_gmt":"2016-03-07T15:21:21","guid":{"rendered":"http:\/\/wortraub.com\/?p=5075"},"modified":"2017-11-22T16:22:22","modified_gmt":"2017-11-22T15:22:22","slug":"widerstand-lohnt-sich-2","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/wortraub.com\/?p=5075","title":{"rendered":"Widerstand lohnt sich"},"content":{"rendered":"<p>&#8222;Zwei&#8220; \u2013 manchmal ist weniger mehr. Die Pop-Aufmischer OK Kid sind zur\u00fcck und r\u00fctteln erneut kr\u00e4ftig an etablierten Schubladen zwischen Elektro und Rock, HipHop und Pop, Punk und Poesie.<!--more--><\/p>\n<p>Zwei Finger dominieren das Cover der neuen Platte, aber was wollen OK Kid uns damit sagen? &#8222;Nat\u00fcrlich w\u00e4re es sch\u00f6ner nur das Peace-Zeichen zu zeigen, aber das geht leider nicht immer. Der Mittelfinger ist hier und da auch wichtig, um sich abzugrenzen. Aber Liebe sollte am Ende des Tages immer gr\u00f6sser sein als Hass&#8220;, sagt Jonas Schubert. Drei Jahre nach ihrem Deb\u00fct geht es den drei Jungs, die K\u00f6ln ihre Heimat nennen gut und das zeigen sie auf &#8222;Zwei&#8220; ausgiebig. &#8222;Ich kann alles&#8220; hei\u00dft etwa die erste Single und setzt inhaltlich quasi den Ma\u00dfstab: &#8222;Da steckt schon jede Menge Selbstbewusstsein drin, aber das darf man nat\u00fcrlich nicht mit Arroganz oder Egozentrik verwechseln. F\u00fcr uns bedeutet dieser Song einfach die Freiheit, das tun zu k\u00f6nnen, was man will ohne es jemanden Recht machen zu m\u00fcssen. Den Song h\u00e4tten wir niemals f\u00fcrs erste Album schreiben k\u00f6nnen als alles noch unsicher war. Das hat man in der Musik und den Texten gemerkt. Dieses Gef\u00fchl mit sich selbst im Reinen zu sein, das haben wir uns tats\u00e4chlich in den letzten Jahren erarbeitet.&#8220;<\/p>\n<p>Und so klingt &#8222;Zwei&#8220; reifer, vollendeter aber eben auch gewagter. Man experimentiert ein bisschen, mal Rock, mal Groove, mal elektronisch, dann wieder akustisch \u2013 die Schubladen, die die Band mit dem Deb\u00fct &#8222;OK Kid&#8220; gerne gewechselt hat, hat sie jetzt g\u00e4nzlich gesprengt. Und auch lyrisch sind die Drei weitergekommen. &#8222;Ich nehm mein Ego, quetsch es aus, alle Tr\u00e4nen m\u00fcssen raus&#8220; hei\u00dft es da etwa im Text der Single. Schluss mit der musikalischen Selfie-Pose also? &#8222;Fr\u00fcher haben sich die Texte \u00fcberwiegend um uns selbst gedreht. Da ging es viel um Befindlichkeiten und Probleme, die in erster Linie selbstgemacht waren. Das war auch vollkommen legitim und wichtig f\u00fcr uns. Seitdem wir uns aber nicht mehr t\u00e4glich die Fragen stellen m\u00fcssen wie &#8218;Was will ich eigentlich?&#8216; und &#8218;Wie zahle ich meine Miete?&#8216; gibt es auf einmal Raum eine Haltung zu Themen einzunehmen, ohne dass es um einen selbst geht.&#8220;\u00a0So wie etwa in &#8222;Gute Menschen&#8220; \u2013 einem Song, der sich mit der aktuellen politischen Situation im Lande besch\u00e4ftigt. &#8222;Das ist ein Thema, das uns bewegt. Wer am konsequentesten das perfide Spiel mit der Angst beherrscht, der findet in unsicheren Zeiten den gr\u00f6\u00dften Stimmenzuwachs. Das Einzige im dem die AFD oder Pegida gut sind, ist ein Volk zu spalten. Also genau das Gegenteil dessen, f\u00fcr das sie eigentlich stehen wollen.&#8220; OK Kid k\u00f6nnen eben auch politisch. Und damit erkl\u00e4rt sich dann auch das Cover \u2013 wie gesagt: Manchmal muss eben doch der Mittelfinger her.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>OK Kid \u2013 &#8222;Zwei&#8220;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>&#8222;Zwei&#8220; \u2013 manchmal ist weniger mehr. 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