{"id":5477,"date":"2018-08-02T00:00:28","date_gmt":"2018-08-01T23:00:28","guid":{"rendered":"http:\/\/wortraub.com\/?p=5477"},"modified":"2018-08-19T13:38:33","modified_gmt":"2018-08-19T12:38:33","slug":"die-idee-einer-zukunft","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/wortraub.com\/?p=5477","title":{"rendered":"Die Idee einer Zukunft"},"content":{"rendered":"<p>\u201eParallel Universe\u201c ist das achte Album der Plain White T\u2019s und eine \u00dcberraschung, denn mit seinen Synth-Sounds und Vocoder-Vocals ist es von den 80er Jahren und <em>Zur\u00fcck in die Zukunft\u00a0<\/em>inspiriert.<\/p>\n<p>\u201eWir sind in den 80er Jahren aufgewachsen\u201c, sagt S\u00e4nger Tom Higgenson, \u201eund im Moment scheint eine Art Eighties-Revolution durch die Poplandschaft zu gehen. Wir lieben <em>Stranger Things<\/em>, \u00fcber diese Zeit, die einfacher und cool war, weil wir Kids waren. Damals hatten die Menschen spannende Ideen, wie die Zukunft sein m\u00fcsse, mit fliegenden Autos und \u00fcberall neuer Technik. Das Album sollte nach 80er klingen, aber auch nach 2018, nur eben einer Version von 2018, die sich die 80er ausgedacht haben \u2013 so eine Art zur\u00fcck in die Zukunft.\u201c Daf\u00fcr verschieben die Plain White T\u2018s die Erwartungshaltungen dar\u00fcber, wie ein T\u2019s Song klingen muss. \u201eParallel Universe\u201c ist auf jeden Fall anders und doch irgendwie T\u2019s: \u201eWir sind davon ausgegangen, dass jeder wei\u00df, wie wir klingen. Jeder hat Erwartungen \u2013 \u201aDelilah\u2018 hat da sicherlich zu beigetragen. F\u00fcr dieses Album wollten wir die Dinge aufr\u00fctteln und haben alles ein klein wenig ver\u00e4ndert. Das Songwriting ist T\u2019s aber neu instrumentiert. Wenn wir keinen Bock auf Akustikgitarre hatten, dann gab es eben keine. Wir haben mit Synths und Loops rumgespielt und die Songs anders gedacht. Wir haben uns kein Limit gesetzt.\u201c<\/p>\n<p>Nicht nur die Musik und das Arrangement waren Teil dieses parallelen Universums, in das sich die T\u2019s begeben haben \u2013 auch die Themen der Songs sind ungewohnt f\u00fcr die sonst so positive Band. \u201eDie Songs sind f\u00fcr unsere Verh\u00e4ltnisse roh, weil wir kein Thema ausblenden. Bei \u201aLow\u2018 zum Beispiel sind wir dunkel und verletzlich, ganz wund vom eigenen Gef\u00fchl. Mit \u201aI Should Be Dead\u2018 ist ein Song drauf, den ich nach einer durchzechten Nacht geschrieben habe. Am n\u00e4chsten Morgen war ich total fertig, habe mich gefragt, warum ich das gemacht habe und dann diesen Song geschrieben.\u201c Und tats\u00e4chlich sind die Songs dunkler, schr\u00e4ger und f\u00fcr die Popradio-taugliche Band ungewohnt direkt. Sexuelle Begierde, Selbstzweifel und menschliche Abgr\u00fcnde finden sich da \u2013 doch eines fehlt explizit: die Politik. Angesprochen auf seine beinahe Begegnung mit Donald Trump lacht Higgenson nur: \u201eWir waren zum nationalen Pfadfindertreffen eingeladen. Als wir ankamen war Trump am Tag zuvor dagewesen und hatte diese irre Rede gehalten. Alle rollten mit den Augen und waren total irritiert. Aber mal im Ernst, der Kerl ist so durchgeknallt, dass politische Botschaften pl\u00f6tzlich \u00fcberall zu finden sind. Als Band ist das aber nicht so unser Ding. Der letzte Song auf dem Album \u201aEnd of the World\u2018 ist die politischte Aussagen, die du von uns erhalten wirst. Da geht es darum, dass egal wie kaputt die Welt auch ist, wie schei\u00dfe die Dinge gerade laufen, wir immer weiter machen werden \u2013 \u201akeep on dancing\u2018 hei\u00dft es da. Das ist unser Credo dazu.\u201c Und Tanzen im Angesicht der existenziellen Bedrohung, das ist auch irgendwie 80er&#8230;<\/p>\n<p>Plain White T\u2018s \u2013 \u201eParallel Universe\u201c<\/p>\n<p>Urspr\u00fcnglich erschienen im Piranha 09\/2018<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>\u201eParallel Universe\u201c ist das achte Album der Plain White T\u2019s und eine \u00dcberraschung, denn mit seinen Synth-Sounds und Vocoder-Vocals ist<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":5478,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"colormag_page_container_layout":"default_layout","colormag_page_sidebar_layout":"default_layout","_vp_format_video_url":"","_vp_image_focal_point":[],"footnotes":""},"categories":[933,4],"tags":[18,189,31,1217,52,33,24],"class_list":["post-5477","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-musikalisch","category-unkategorisiert","tag-alternative","tag-indie","tag-musik","tag-plain-white-ts","tag-rock","tag-singersongwriter","tag-stories"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/wortraub.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/5477","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/wortraub.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/wortraub.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/wortraub.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/wortraub.com\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=5477"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/wortraub.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/5477\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":5479,"href":"https:\/\/wortraub.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/5477\/revisions\/5479"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/wortraub.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/media\/5478"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/wortraub.com\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=5477"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/wortraub.com\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=5477"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/wortraub.com\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=5477"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}