{"id":5496,"date":"2018-10-01T00:00:24","date_gmt":"2018-09-30T23:00:24","guid":{"rendered":"http:\/\/wortraub.com\/?p=5496"},"modified":"2018-09-18T12:33:14","modified_gmt":"2018-09-18T11:33:14","slug":"was-lange-waehrt-wird-doppelt-gut","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/wortraub.com\/?p=5496","title":{"rendered":"Was lange w\u00e4hrt, wird doppelt gut&#8230;"},"content":{"rendered":"<p>Ganze sechs Jahre liegt das letzte Album von Peter Heppner zur\u00fcck und es scheint als wolle er die verlorene Zeit wieder gut machen \u2013 gleich zwei Alben bringt er nun heraus und beweist seine Vielseitigkeit.<\/p>\n<p>Peter Heppner sitzt bei sp\u00e4tsommerlichem Sonnenschein im Hamburger Szeneviertel Ottensen und nippt ab und zu an seinem Latte-Macchiato w\u00e4hrend er den Entstehungsprozess der Alben \u201eConfessions &amp; Doubts\u201c und \u201eTanzZwang\u201c Revue passieren l\u00e4sst. \u201eDirk Riegner und ich haben direkt nach dem letzten Album vor sechs Jahren angefangen neue Songs zu schreiben und nach gerade einmal vier Sessions hatten wir schon mehr als 30 neue St\u00fccke. Und selbst als wir nach vier Jahren Pause wieder an das Material gegangen sind, waren die meisten davon immer noch gut. Das war einfach zu schade, die nicht zu nutzen und so entstand die Idee, gleich zwei Alben zu machen.\u201c Bei der Zusammenstellung experimentierte Heppner dann ein wenig und entschied sich letztlich ein Album stilistisch seinem variablen Popverst\u00e4ndnis entsprechend zu best\u00fccken. \u201eF\u00fcr mich war Pop schon immer sehr vielschichtig. Als ich anfing Musik zu machen, da war deutscher Pop nicht so wirklich gut und inspirierend. W\u00e4hrend auf Englisch Tears For Fears oder die Smiths den Pop neu definierten, gab es bei uns Modern Talking und Sandra. Das wollte ich auf keinen Fall machen, also habe ich mit Wolfsheim eine Alternative dazu gesucht, was ja auch gelungen ist.\u201c Die Songs auf \u201eConfessions &amp; Doubts\u201c gehen diesen Weg weiter, abwechselnd auf Deutsch und Englisch gesungen bieten sie eine bunte Palette verschiedenster Einfl\u00fcsse \u2013 immer Pop, immer in der Basis elektronisch und \u00fcber allem Heppners einzigartige Stimme, die den Songs bei aller Varianz ein Profil verleiht.<\/p>\n<p>F\u00fcr das zweite Album hat sich Peter Heppner einen schweren Weg gew\u00e4hlt, ging es ihm hier doch darum seine Grenzen als K\u00fcnstler auszuloten. \u201eWir haben die Rohfassungen verschiedenen Produzenten gegeben und die durften dann frei Dance-Versionen daraus machen. Das war ein ganz bl\u00f6des Gef\u00fchl, so loslassen zu m\u00fcssen. Ich h\u00e4tte zwar ultimativ ein Veto gehabt, aber ich wollte ja nicht mein eigenes Konzept untergraben. Ich war \u00fcberrascht, was da zur\u00fcckkam und musste mich bei einigen Songs auch erst eingew\u00f6hnen, aber jetzt finde ich die Platte sehr gelungen.\u201c Und obwohl Heppner mit seinen Kooperationen bereits Dance im Repertoire hat, wirken die Songs auf \u201eTanzZwang\u201c ungewohnt. Die Mixe stammen von typischen Dance-Vertretern wie Yann Lauren oder Schiller, aber auch aus der Dark-Szene, vertreten etwa durch Apoptygma Berzerk. Entsprechend greifen die Songs Peter Heppners musikalische Ambivalenz treffsicher auf und zeigen \u2013 gerade auch in Kombination mit dem sanfteren Pop-Album \u2013 wie vielseitig sein musikalisches Schaffen ist. Mit der langsam untergehenden Sonne ist Heppner mit seinem Kaffee fertig und l\u00e4chelt zufrieden. \u201eDas ist doch das wichtigste, sich niemals festlegen zu m\u00fcssen und das machen zu k\u00f6nnen, wonach man sich f\u00fchlt.\u201c<\/p>\n<p>Peter Heppner \u2013 \u201eConfessions &amp; Doubts\u201c und \u201eTanzZwang\u201c<\/p>\n<p>Urspr\u00fcnglich erschienen im Piranha 10\/2018<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ganze sechs Jahre liegt das letzte Album von Peter Heppner zur\u00fcck und es scheint als wolle er die verlorene Zeit<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":5497,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"colormag_page_container_layout":"default_layout","colormag_page_sidebar_layout":"default_layout","_vp_format_video_url":"","_vp_image_focal_point":[],"footnotes":""},"categories":[933,4],"tags":[1224,1222,31,1122,60,24,131,1223],"class_list":["post-5496","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-musikalisch","category-unkategorisiert","tag-dark","tag-heppner","tag-musik","tag-piranha","tag-pop","tag-stories","tag-synthiepop","tag-wolfsheim"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/wortraub.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/5496","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/wortraub.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/wortraub.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/wortraub.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/wortraub.com\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=5496"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/wortraub.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/5496\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":5498,"href":"https:\/\/wortraub.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/5496\/revisions\/5498"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/wortraub.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/media\/5497"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/wortraub.com\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=5496"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/wortraub.com\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=5496"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/wortraub.com\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=5496"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}