{"id":720,"date":"2006-08-01T00:00:30","date_gmt":"2006-07-31T23:00:30","guid":{"rendered":"http:\/\/wortraub.com\/?p=720"},"modified":"2013-06-01T18:39:40","modified_gmt":"2013-06-01T17:39:40","slug":"gert-westphal-heinrich-heine-lyrik-und-jazz","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/wortraub.com\/?p=720","title":{"rendered":"Gert Westphal \/ Heinrich Heine &#8211; Lyrik und Jazz"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\">&#8222;Franzosen und Russen geh\u00f6rt das Land \/ Das Meer geh\u00f6rt den Briten \/ Wir aber besitzen im Luftreich des Traums \/ Die Herrschaft unbestritten&#8220; dichtete Heinrich Heine 1844 mit Ironie und Spott \u00fcber sein Vaterland, das ihn ins Exil geschickt hatte.<!--more--> Heines Winterm\u00e4rchen war zugleich bissige Abrechnung mit Deutscht\u00fcmelei und sehnsuchtsvoller Aufruf f\u00fcr ein besseres &#8222;Junges Deutschland&#8220;. Dass er in den 1960er Jahren immer noch als aktuell und poltisch brisant galt und von jungen Revolution\u00e4ren zitiert wurde, f\u00e4llt da wohl leicht zu glauben. 1964 wurde seine bedeutungsvolle Lyrik vom ber\u00fchmten Rezitator Gert Westphal zur Musik des damals legend\u00e4ren Attila-Zoller-Quartetts gesprochen und auf Platte gebannt. Die Scheibe erschien in der von Jazz-Papst Joachim E. Berendt herausgegebenen Serie &#8222;Lyrik und Jazz&#8220; und ist auf Vinyl bis heute ein seltenes und teures Sammlerst\u00fcck. Die ungest\u00fcme Energie Heines wird von der dunklen charismatischen Stimme Westphals genial eingefangen und durch die spontan improvisierten Melodien Zollers wild und ironisch konterkariert, was \u00fcber 40 Jahre nach der Erstver\u00f6ffentlichung immer noch viel Freude bereitet.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><em>Der Artikel ist erschienen in WOM Ausgabe 08\/06.<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>&#8222;Franzosen und Russen geh\u00f6rt das Land \/ Das Meer geh\u00f6rt den Briten \/ Wir aber besitzen im Luftreich des Traums<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":721,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"colormag_page_container_layout":"default_layout","colormag_page_sidebar_layout":"default_layout","_vp_format_video_url":"","_vp_image_focal_point":[],"footnotes":""},"categories":[66],"tags":[94,377,376,98,1017,378],"class_list":["post-720","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-literatur","tag-buch","tag-gert-westphal","tag-heinrich-heine","tag-jazz","tag-literatur","tag-lyrik"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/wortraub.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/720","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/wortraub.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/wortraub.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/wortraub.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/wortraub.com\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=720"}],"version-history":[{"count":2,"href":"https:\/\/wortraub.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/720\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":2839,"href":"https:\/\/wortraub.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/720\/revisions\/2839"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/wortraub.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/media\/721"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/wortraub.com\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=720"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/wortraub.com\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=720"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/wortraub.com\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=720"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}