{"id":772,"date":"2007-08-01T00:00:57","date_gmt":"2007-07-31T23:00:57","guid":{"rendered":"http:\/\/wortraub.com\/?p=772"},"modified":"2013-06-02T13:07:10","modified_gmt":"2013-06-02T12:07:10","slug":"ein-gesprach-mit-matze-und-toby-von-the-sorrow","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/wortraub.com\/?p=772","title":{"rendered":"Ein Gespr\u00e4ch mit M\u00e4tze und Toby von The Sorrow"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\"><em>Das hier ist das Originaltranskript des Interviews, das nur aus Gr\u00fcnden der Lesbarkeit minimal bearbeitet wurde. Es wurde als Grundlage einiger Artikel genutzt, ist in dieser Form aber sonst unver\u00f6ffenlicht.<!--more--><\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Wortraub: Das ist euer Deb\u00fctalbum &#8230; wie f\u00fchlt es sich an, sich selbst endlich auf Platte gepresst zu h\u00f6ren?<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong> Toby:<\/strong> Das ist ein ziemlich cooles Gef\u00fchl, wir haben das Album auch gerade erst vor uns liegen. Wir haben es soeben als fertiges Produkt erhalten. Ist schwer zu beschreiben. Und wie findest du das, M\u00e4tze?<br \/>\n<strong>M\u00e4tze:<\/strong> Ja, ist geil. Wir haben es vor f\u00fcnf Minuten erst ausgepackt. Wir haben uns aber schon seit Wochen darauf gefreut.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Wortraub: Ihr seid noch gar nicht so lange dabei, wie kam es da zur Zusammenkunft von The Sorrow?<br \/>\nToby:<\/strong> Unsere beiden Gitarristen spielen schon seit Ewigkeiten zusammen. Erst in Punkrockbands und sp\u00e4ter wurden sie dann immer besser. Und da f\u00e4ngt man dann eben auch an Metal zu zocken. Und dann haben sie uns halt dazu geholt. Wir haben den Namen der Band ge\u00e4ndert und dann waren The Sorrow geboren. Irgendwie so&#8230; der alte Name passte eben nicht mehr zum Sound.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Wortraub: Ihr kommt alle aus der gleichen Gegend?<br \/>\nToby:<\/strong> Ja, wir wohnen alle im Umkreis von 20 km. Das ist alles eine relativ komprimierte Sache. Und da wir uns seit Jahren kennen, war das ganz nat\u00fcrlich, dass wir uns gefunden haben. Jeder kennt den anderen schon von fr\u00fcher.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Wortraub: Wie habt ihr euren Sound gefunden?<br \/>\nToby:<\/strong> Gute Frage, aber wir haben alle seit unserer Jugend Metal geh\u00f6rt. Und so jung und frisch sind wir dann ja auch nicht mehr, so da\u00df wir alle mit Guns&#8217;n&#8217;Roses und AC\/DC aufgewachsen sind. Dazwischen kam eine Phase mit Skateboarding und Punkrock. Da haben wir die selbe Entwicklung durchwandert, wie viele Metaller heutzutage. Wir uns ist das eine ganz nat\u00fcrliche Entwicklung. Wir lieben alle den Metalcore-Sound von Bands wie Killswitch Engage. Aber wir haben uns das nicht ausgesucht und einer anderen Band nachgeeifert. Wir spielen den Sound, den wir gut finden. Wir m\u00f6gen halt brutale, harte Musik, stehen aber auch auf emotionale Parts. Da war Metalcore einfach genau richtig. In einer reinen Deathmetal w\u00fcrde mir keinen Spa\u00df, aber reiner NuMetal w\u00e4re es auch nicht. The Sorrow vereint alles, was uns gef\u00e4llt. Eine Vielfalt der verschiedenen Spielarten des Heavy Metal halt.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Wortraub: F\u00fcr einen Deutschen ist es ungew\u00f6hnlich eine \u00f6sterreichische Band vorgestellt zu bekommen, daher muss ich fragen. Mit welchen Vorurteilen werdet ihr als \u00d6sterreicher so konfrontiert?<br \/>\nToby:<\/strong> Wir haben da eigentlich gar keine Probleme. Die schlimmsten Interviews kommen wenn dann aus \u00d6sterreich selbst. Das einzige Vorurteil mit wir zu k\u00e4mpfen haben, ist das wir nicht Deutsch sprechen k\u00f6nnen. Und das best\u00e4tigt sich ja gerade wieder. Keine Vorurteil, keine Anfeindungen, weil wir \u00d6sterreicher sind, zumindest nicht aus Deutschland.<br \/>\n<strong>M\u00e4tze:<\/strong> Die schreiben halt eher: \u00d6sis? Aber der Sound gef\u00e4llt.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Wortraub: Und im Positiven?<br \/>\nToby:<\/strong> Ja, irgendwie gesteht man uns schon einen kleinen Exotenbonus zu. Vielleicht sind die Leute \u00fcberrascht, aber wir sind halt doch sehr nah an Deutschland dran. Aber das sollte eh nicht im Vordergrund stehen. Uns ist das egal.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Wortraub: Ich finde euer Deutsch im \u00fcbrigen gar nicht so unverst\u00e4ndlich &#8230;<br \/>\nToby:<\/strong> Wir k\u00f6nnen auch schlimmer. Wir bem\u00fchen uns im Moment sehr.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Wortraub: Wie ist das in euer Heimat? Ist euer Musikstil dort angesehen?<br \/>\nToby:<\/strong> Ist nicht umbedingt selten. Hier in der Gegend gibt es schon ein paar Bands, die diesen Sound zocken. Aber die ganze Szene in \u00d6sterreich ist halt bedeutend kleiner als in Deutschland. Ist nicht schlecht aber Mini &#8230; die Bands kommen nicht richtig raus, nur vereinzelte geben hier richtig Gas, mit Potential zur Ver\u00f6ffentlichung. Aber die Szene ist zu klein, als das Leute von au\u00dferhalb Notiz nehmen w\u00fcrden.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Wortraub: Seit ihr in der Heimat besser angesehen oder ist das auch da eher selten? Bei uns in Deutschland gibt es ja seit einiger Zeit diese Tendenz alles Deutsche toll zu finden&#8230;<br \/>\nToby:<\/strong> Nicht richtig, es gibt schon einige Foren und Fanzines, die richtig stolz auf uns sind. Die schreiben dann, wir w\u00e4ren mit unserem Album der Nationalstolz des \u00d6sterreichischen Metal. Aber das ist definitiv nicht auf meinem Mist gewachsen.<br \/>\n<strong>M\u00e4tze:<\/strong> Feedback erhalten wir von \u00f6sterreichischen Zeitschriften und Fernsehen gibt es kaum, da ist einfach nichts zu holen. So eine nationale Unterst\u00fctzung, wie in Deutschland gibt es hier einfach nicht.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Wortraub: Seit ihr in \u00d6sterreich gef\u00f6rdert worden?<br \/>\nToby:<\/strong> N\u00f6, es gibt zwar Wettbewerbe hier in \u00d6sterreich, aber wenn man die gewinnt, dann passiert &#8230; ja was eigentlich?<br \/>\n<strong>M\u00e4tze:<\/strong> Ja, gar nichts. Du unterschreibst nen Vertrag und dann passiert nischt &#8230; das einen das nach vorne bringt? Also naa!<br \/>\n<strong>Toby:<\/strong> Nein, wir wurden nicht gef\u00f6rdert oder so. Das erste, was uns wirklich nach vorne gebracht hat, das war das Metal Hammer Demo des Monats und das war nicht aus \u00d6sterreich.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Wortraub: Ihr kommt aus dem Vorarlberg &#8230; das ist ja eine Gegend die dank Robert Schneiders Roman Schlafes Bruder als ziemlich r\u00fcckst\u00e4ndig und weltverloren gilt &#8230; trifft das heute immer noch zu?<br \/>\nToby:<\/strong> Ich habe das Buch zwar nicht gelesen, aber den Film kenne ich. Also, wir leben im Dreil\u00e4ndereck beim Bodensee. Deutschland, \u00d6sterreich und die Schweiz. Wir sind \u00fcberhaupt nicht verloren. Der Roman spielt ja in einer abgelegnen Bergregion und zu einer ganz anderen Zeit. Wir haben eine totale Grenzn\u00e4he. Wir sind also nicht weit ab, sondern im Gegenteil, total gut verbunden. Wir haben Superkontakte nach Deutschland und nach Norditalien. Gleichweit nach Paris, wie nach Wien. Das haben wir in der Schule immer gesagt bekommen.<br \/>\n<strong>M\u00e4tze:<\/strong> Man ist in anderthalb Stunden in M\u00fcnchen und in anderthalb Studen in Z\u00fcrich. Das mach uns mal nach.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Wortraub: Worum geht es euch mit der Musik? Was ist die Zielsetzung?<br \/>\nToby:<\/strong> Im Moment stecken wir alle im Job und haben super viel zu tun. Daher ist das echt problematisch. Wir h\u00e4tten es gerne, dass wir alle davon leben k\u00f6nnten, dann w\u00e4re das alles einfacher. Wir w\u00fcrden gerne diesen Punkt erreichen, an dem man sich der Musik widmen kann. Aber das ist wohl auf l\u00e4ngere Sicht eher utopisch. Da machen wir uns nichts vor. Aber in der Musik selbst, gilt die Zielsetzung: es muss knallen. Es muss ein geiler Sound sein. Alles andere ist ein sch\u00f6ner Bonus.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Wortraub: Was behandelt ihr textlich so?<br \/>\nToby:<\/strong> Unsere Texte sind bewusst sehr offen gehalten aber generell sehr d\u00fcster. Der Albumtitel soll die Weltuntergangsszenarien beschreiben, die man t\u00e4glich in den Medien vor den Latz geknallt bekommt. Aber nicht nur global, sondern auch im privaten und pers\u00f6nlichen Umfeld. In der Liebe, in Leben insgesamt. Ich denke, die Songs sind zum einen sehr konkret, bieten aber auch sehr viel Raum f\u00fcr Interpretationen. Vorrangig ist eine d\u00fcstere Stimmung, da wir nicht allzu optimistisch in die Zukunft blicken. Ich kann das so schlecht erkl\u00e4ren, insbesondere, da ich des Deutschen nicht so m\u00e4chtig bin, sorry.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Wortraub: Lasst ihr also auch so ein wenig die Therapie dabei raush\u00e4ngen?<br \/>\nToby:<\/strong> Ja definitiv, da ist eine Menge drin, was man sonst nicht rauslassen k\u00f6nnte. Wir sind nicht so politisch interessiert, und daher sind die Songs \u00fcber Sachen, die uns pers\u00f6nlich angehen und ber\u00fchren.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Wortraub: Ja, vielen dank f\u00fcr dieses, unser erstes Interview.<br \/>\nToby:<\/strong> Ja, ebenso. Das ist f\u00fcr uns ja auch noch alles neu. Hat Spa\u00df gemacht.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Das hier ist das Originaltranskript des Interviews, das nur aus Gr\u00fcnden der Lesbarkeit minimal bearbeitet wurde. 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