Immer leichter, immer schneller und mit immer längerer Batteriedauer. Laptops werden von Generation zu Generation transportabler. Vor kurzem stellte Apple seine neuen MacBook Air vor. Doch was können die Geräte eigentlich im Vergleich zu anderen Ultrabooks?

So ein normaler Laptop wiegt gute 2 bis 3 kg, und das ohne „Zubehör“ wie Netzteil und Co. – da kann einem die Schulter von der Schlepperei schon mal weh tun. Abhilfe versprechen sogenannte Ultrabooks – oder das neue Apple MacBook Air, das mit seinen 1,08 kg höchstens die Hälfte wiegt. Die neueste Generation des federleichten Wunders verspricht noch mehr Leistung und vor allem: eine deutlich verbesserte Batterielaufzeit, damit man sich die Peripherie erspart. Was das Gerät tatsächlich kann und wie es im Vergleich zu anderen Ultrabooks abschneidet haben wir für Sie getestet.

(1)  Batterielaufzeit

Wichtigstes Feature eines jeden Laptop ist natürlich die Batterielaufzeit, in der man das Gerät unabhängig vom Stromnetz betreiben kann. Beim neuen MacBook Air hat man die Batterie aufgerüstet und sowohl der 11“ als auch der 13“ Variante mehr Power spendiert.

MacBook Air 11“ – Lithium-Polymer-Batterie mit 38 Wattstunden und einer Laufzeit von 9 Stunden, entspricht etwa 8 Stunden Filmwiedergabe.

MacBook Air 13“ – Lithium-Polymer-Batterie mit 54 Wattstunden und einer Laufzeit von 12 Stunden, entspricht etwa 10 Stunden Filmwiedergabe.

Ultrabooks – Die meisten Konkurrenten schaffen „nur“ 5-6 Stunden Laufzeit mit einigen löblichen Ausnahmen, die an die 7-8 Stunden herankommen.

Tipp: In Sachen Batterie kann nur das Sony Vaio Pro 13 mit den Apple-Geräten mithalten. Es schafft im normalen Betrieb knapp 11 Stunden und liegt damit ganz knapp an der Leistung des MacBook Air.

(2) Prozessor

Damit die Geräte diese lange Laufzeit erreichen, benötigen Sie leistungsstarke aber besonders effiziente Prozessoren. Apple setzt dabei auf die Rechenkraft der vierten Intel-Generation.

MacBook Air 11“ – Apple spendierte dem kleinen Bruder standardmäßig einen Intel Core i5 Dual-Core Prozessor mit 1,3 GHz. Aufrüsten auf i7 ist gegen Aufpreis möglich.

MacBook Air 13“ – Der große Bruder schafft mit seinem Intel Core i7 Dual-Core Prozessor sogar schicke 1,7 GHz. Wer Geld sparen will, dem reicht der i5.

Ultrabooks – In Sachen Leistungsoutput sind die meisten Ultra-Books mit den etwas schnelleren Prozessor-Varianten ausgestattet. Die häufigste Konfiguration ist auch hier der Intel Core i7 mit Dual-Core Prozessor, aber in der 1,9 GHz Taktung.

Tipp: Wer noch ein klein wenig mehr Leistung aus dem Prozessor kitzeln möchte, dem sei das Samsung Serie 7 Ultra Touch ans Herz gelegt. In ihm arbeitet ein i7 mit 2,0 GHz Taktung.

(3)  Grafik

In Sachen Grafik verspricht Apple 40 Prozent schnellere Leistung der neuen Air-Varianten für Spiele dank neuer Grafikprozessoren, nur bei den Displays hat man auf die Retina-Varianten verzichtet.

MacBook Air 11“ – Das knapp 30 cm (11“) Diagonale aufweisende Display mit 1366 x 768 Pixel wird von einem Intel HD Graphics 5000 Prozessor bespielt.

MacBook Air 13“ – Das knapp 34 cm (13“) Diagonale große Display schafft sogar 1440 x 900 Pixel mit dem selben Intel HD Graphics 5000 Prozessor für die grafische Rechenleistung.

Ultrabooks – Zum Thema Display könnte Apple nachlegen – hier sind hochwertigere und hochauflösende Displays Standard. Beim Grafikprozessor hingegen liegt Apple mit dem 5000er eine Generation „besser“ als die meisten Konkurrenten, die noch den 4000er nutzen.

Tipp: In Sachen Display richtig glänzen und alles in vollem HD mit 1920 x 1080 Pixel wiedergeben kann das Asus Zenbook Prime – für Filmfans ideal.

(4) Preis

Alle technischen Details beiseite – es kommt schließlich auch darauf an, ob man es sich leisten kann. Das neue MacBook Air kostet weniger als andere Produkte mit dem Apfel drauf, ist aber dennoch nicht unbedingt günstig.

MacBook Air 11“ – In der kleinen Variation, mit i5 Prozessor, 4 GB Speicher und 128 GB Flash-Speicher (als Festplatten-Ersatz) kostet es immer noch 999 Euro. Mit i7, 8 GB und 512 GB Flash dann schon stolze 1749 Euro.

MacBook Air 13“ – Auch hier eine große Spanne – mit i5 Prozessor, 4 GB Speicher und 128 GB Flash sind es 1099 Euro, mit i7, 8 GB und 512 GB Flash gleich 1849 Euro.

Ultrabooks – Preisvergleiche sind hier schwer, aber ein kleines Ultrabook mit i5 Prozessor, 4 GB Speicher und 128 GB Flashdrive kostet etwa 650 Euro, mit Festplatte statt Flash wird es noch günstiger: ab 500 Euro. Im oberen Segment (i7, 8 GB, 512+ GB Flash/HDD) wird es noch drastischer, da gibt es Alternativen ohne Flash (mit HDD) für 700 bis 1000 Euro.

Tipp: In Sachen Preis-Leistung kaum zu schlagen ist das Lenovo IdeaPad U410, das einen i5 mit 1,7 GHz, 8 GB RAM, eine 750 GB Festplatte sowie 32 GB Flashspeicher hat – und das für aktuell knapp 725 Euro.

Ursprünglich erschienen auf www.arcor.de