Ausgerechnet Alaska!

Alaska, weites Land, frische Luft und viel Platz zum Fischen. Aufler in Anchorage, mit seiner Viertelmillion Einwohnern für US-Verhältnisse geradezu winzig, ist nichts los. Kein Wunder also, dass sich Musiker aus dieser Gegend schwer damit tun, entdeckt zu werden. Um diesem Schicksal zu entgehen, entschieden sich die 36 Crazyfists vor einigen Jahren dazu, nach Portland umzusiedeln und von dort aus die Welt mit ihrer Mischung aus Post-Hardcore, Metal und Rock zu bereichern. Eine Mischung, die harte Riffs mit Ohrwurmmelodien verbindet und dazu auch noch eine positive Botschaft vermittelt. Sänger Brock Lindow erklärt den Stil so: „Wir spielen zwar aggressive Musik, schreien aber nicht die ganze Zeit Tod und Zerstörung. Statt dessen geht es um eine positive Sicht. Ich bin so auf die Fresse gefallen, aber immer ist da diese Stimme in meinem Kopf, die mich zum Aufstehen überredet. Darüber singe ich. So funktioniert meine Welt.“ Vielleicht hat das ja auch was mit Alaska zu tun, denn dort ist es manchmal so einsam und dunkel, dass man Überlebensstrategien braucht, wie Gitarrist Steve Holt erklärt: „Du musst dort ohne Äuflere Einflüsse klarkommen, daher findest du dich schnell selber. Es ist das einzige Thema mit dem du dich beschäftigen kannst.“ Die Beschäftigung hat sich gelohnt und dank Rest Inside The Flames dürfen wir alle mal mit nach Alaska.

Der Artikel ist erschienen im WOM Magazin Ausgabe 06/06.

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