Ein riesiger Funk-Speicher, auf den auch Smartphones jederzeit zugreifen können? Moderne WLAN-Festplatten versprechen kabellosen und einfachen Datenzugriff für alle Endgeräte. Wir zeigen, was aktuelle Funk-HDD‘s können, was sie kosten – und was Sie beim Kauf beachten sollten.

WLAN-Festplatten können wie herkömmliche externe Festplatten via USB am PC oder Mac eingesetzt werden. Doch dank einiger Zusatzfunktionen eignen sie sich auch bestens für die Nutzung mit mobilen Geräten wie Notebooks, Smartphones und Tablets.

Das sind die wichtigsten Funktionen und Vorteile von WLAN-Festplatten:

  • Sie generieren ein eigenes WLAN-Netz – über das greifen verbundene Rechner und mobile Endgeräte kabellos auf die gespeicherten Daten zu.
  • Sie haben meist eine Akku-Stromversorgung – die sie deutlich mobiler macht als herkömmliche externe Festplatten. Die Platte lässt sich unterwegs bis zu zehn Stunden betreiben.
  • WLAN-Festplatten bieten mehreren Nutzern gleichzeitig Zugriff auf die gelagerten Daten – es lässt sich etwa Musik auf einen iPod streamen, während zugleich eine TV-Serie auf einem Smart-TV läuft.
  • Sie sichern die Daten mobiler Endgeräte wie Handy oder Tablet per WLAN – und gewähren diesen Geräten umgekehrt per systemeigener App den Zugriff auf die Daten auf der Platte.
  • Einige WLAN-Festplatten verfügen über Ethernet-Anschlüsse, so dass sie auch als Router genutzt werden können. Einfach an den DSL-Anschluss hängen – schon kann man mit einem angeschlossenen Rechner im Netz surfen. Sie können aber auch an einen Router angeschlossen und ins bestehende Netzwerk eingebunden werden.
  • Einige Funkplatten können als WLAN-Repeater eingesetzt werden – sie vergrößern dann das bestehende WLAN-Funknetz um einige Meter.

Tipp: Achten Sie beim Kauf darauf, welche der aufgelisteten Funktionen für Sie wichtig sind.

Für alle WLAN-HDDs gilt: Daten können per USB 3.0 in Höchstgeschwindigkeit gezogen werden. Sie lassen sich wie herkömmliche externe Festplatten nutzen. Aber sie funktionieren auch als Backup-Speicher.

Unbedingt sollte ein sicheres WLAN-Passwort eingerichtet werden. Andernfalls können sich Fremde leicht an den Daten vergreifen. Die sichere Passwort-Vergabe erfolgt bei einigen Geräten nicht automatisch – oft muss man sie manuell durchführen!

Sechs aktuelle WLAN-Festplatten im Kurz-Check:

Seagate Wireless Plus

Größe: 1 TB

Funktionen (neben WLAN): DLNA-fähig, Kostenlose mobile Apps, USB 3.0

Akkubetrieb: 10 Stunden

Gewicht: 250 g

Preis: ca. 150 Euro

Tipp: Mit 10 Stunden Akkulaufzeit eindeutig die mobilste unter den vorgestellten Platten.

Intenso Memory 2 Move

Größe: 1 TB (auch in 500 GB und 250 GB erhältlich)

Funktionen (neben WLAN): DLNA-fähig, Kostenlose mobile Apps, USB 3.0

Akkubetrieb: 6 Stunden

Gewicht: 280 g

Preis: ca. 120 Euro (1TB)

Tipp: Mit nur 120 Euro für 1 TB Speicher die günstigste Platte im Vergleich.

Buffalo Technology MiniStation Air

Größe: 500 GB

Funktionen (neben WLAN): kostenlose mobile Apps, USB 3.0

Akkubetrieb: 4 Stunden

Gewicht: 285 g

Preis: ca. 115 Euro

Tipp: Die Bedienung per Buffalo-App gilt als hervorragend gelöst – und sticht im Konkurrenzvergleich durch reibungslose Funktionalität hervor.

Fantec MWiD25

Größe: 1TB (auch in 320 GB, 500 GB, 640 GB, 750 GB erhältlich)

Funktionen (neben WLAN): kostenlose mobile Apps, USB 3.0

Akkubetrieb: 6 Stunden

Gewicht: 240 g

Preis: ca. 145 Euro (1TB)

Tipp: Es muss nicht gleich ein 1-Terabyte-Speicher sein? Fantec bietet gleich fünf verschiedene Größen an.

Corsair Voyager Air

Größe: 1 TB

Funktionen (neben WLAN): kostenlose mobile Apps, USB 3.0, Ethernet-Anschluss

Akkubetrieb: 7 Stunden

Gewicht: 280 g

Preis: ca. 190 Euro

Tipp: Als NAS-Server nutzbar und per Ethernetkabel direkt an den Router anschließbar. Aber teuer.

Apple Time Capsule

Größe: 2 TB (auch in 3 TB erhältlich)

Funktionen (neben WLAN): kostenlose mobile Apps, USB 3.0, Ethernet-Anschluss, LAN-Anschlüsse

Akkubetrieb: Kein Akku vorhanden – nur netzgebunden

Gewicht: 1,5 kg

Preis: ca. 275 Euro (2 TB)

Tipp: Spezieller Anschluss für Apple-Nutzer, etwa an die Time Machine zur Backup-Nutzung. Fazit für alle anderen: Recht teuer, schwer – und ohne Akku

Ursprünglich erschienen auf www.arcor.de