Bei so viel Ablenkung in der Welt braucht es einen klaren Blick, um die Probleme zu verstehen. Mit „True View“ liefern Stick to Your Guns eine Aufforderung sich erstmal mit sich selbst zu beschäftigen.

„Ich wollte nicht etwas vortäuschen müssen“, sagt Jesse Barnett, der Sänger der Band. „Politik ist wichtig, aber du musst vorher bei dir selbst anfangen. Die letzten zwei Jahre meines Lebens waren sehr hart und emotional aufreibend und es wäre unehrlich von mir gewesen, das nicht zu thematisieren.“ Entsprechend kehrt Barnett auf dem neuesten Album seiner Band Stick to Your Guns den Blick auf sich selbst, versucht eine Bestandsaufnahme der eigenen Entwicklung: „Ich denke, wir alle müssen erstmal ehrlich mit uns selbst sein. Die Menschen sind so oberflächlich und rennen drauf los, wollen die Dinge verändern. Aber keiner möchte der Wahrheit ins Auge blicken, dass wir selber für das Chaos verantwortlich sind. Wir kennen die Antworten, in uns drin. Aber wir müssen den Lärm draußen abstellen, uns auf uns selbst konzentrieren, um sie zu hören. Das war die Aufgabe, die ich erstmal bewältigen musste und um die es auf ‚True View’ geht.“ Musikalisch bleiben STYG sich dabei treu – moderner Hardcore-Sound, der alle Fans voll und ganz überzeugen dürfte.

Fazit: „True View“ bleibt dem Genre treu und vermittelt uns eine Botschaft, die schwer zu akzeptieren sein mag, aber mit kompromissloser Härte gesagt werden muss. Die Welt könnte mehr Hardcore wie diesen gebrauchen.

Stick to Your Guns

True View

End Hits Records / Cargo