Am 20. September 2013 werden die neuen iPhones ausgeliefert. Mit dem 5S und dem 5C bietet Apple diesmal gleich zwei neue Varianten an. Das von Kunden und Medien als „Billig-iPhone“ erwartete iPhone 5C jedoch ist alles andere als „billig“.

Obwohl das 5C nicht mehr wie noch das alte 5er oder das neue 5S in einer edlen Metallummantelung daher kommt, ist es keineswegs „billig“ – im Sinne einer schlechten Verarbeitung oder weniger haltbaren Schale. Zwar musste das Metall eben einer Plastikschale weichen, die es jetzt – ganz „C wie Color“ – in fünf knallbunten Farben gibt, doch hochwertig verarbeitet bleibt das Gerät dennoch.

Wer also Fan der edlen Apple-Designs aus gebürstetem Aluminium ist, der wird sich hier nicht wiederfinden. Doch die farbenfrohe Plastizität der neuen Geräte entspricht klar einer Tradition im Hause Apple: So waren schon die ersten iMacs Ende der 90er Jahre über das ganze Regenbogenspektrum verteilt und auch die iPod-Nano Varianten gibt es polychrom. Billig ist das nicht – denn nach wie vor steckt auch im bunten iPhone 5C hoch qualitative Technik.

Im Gegensatz zum iPhone 5S, das mit neuem Prozessor, zusätzlicher Rechenleistung für die Sensorik und Fingerabdruck-Erkennung ausgestattet wurde, spart man beim 5C an neuer Technik: das Innenleben des 5C entspricht der des „alten“ iPhone 5. Einzig die Kamera wurde aufpoliert und liefert bessere Bilder. Ein neues iOS Betriebssystem gibt es auch, aber das läuft auch auf den alten Geräten. Mit 16GB und 32 GB Speicher ist das 5C hingegen auf die beiden kleineren Varianten beschränkt.

Und damit stellt sich die Frage, wer braucht das 5C? Eine neue Käuferschicht, die gerne ein Apple iPhone in der Tasche hätte, es sich aber nicht leisten kann? Wohl kaum, denn billig ist das nicht! Das 5C kostet aktuell genau so viel, wie noch ein altes iPhone 5 aus Lagerbeständen und mit 599 Euro für die 16 GB Variante auch „nur“ 100 Euro weniger als das neue 5S. Die Android-Konkurrenz hat da deutlich mehr für deutlich weniger zu bieten. Das 5C ist und bleibt – wie alle Apple-Produkte – ein teurer Luxusartikel. Man kauft es sich, weil man ein iPhone haben will – billig ist das nicht. Punkt.

Ursprünglich erschienen auf Arcor.de