Reduziert bis ins Extrem

Es reicht ein Song und man steckt mitten drin in „Death by Burning“ und diesem intensiven, druckvollen Gefühl etwas ganz Besonderes entdeckt zu haben, in dieser Zeit sinnentleerter Bubblegum Rockbands. Die Songs von Mantar sind minimalistisch, sie beschränken den brachialen Metal-Sound auf das Wesentliche: Gitarre, Drums, Gesang. Zwei Mann, eine Vision, wie sie selber es beschreiben: „Gewalt. Wirklich nur reine Kraft. Das ist die Motivation und das was uns fasziniert. Zu zweit alles in Schutt und Asche zu legen. Wir haben auch keine Message oder so was. Brachial und dunkel. Es muss nicht alles schön sein, Hauptsache es ist intensiv.“ Sie haben zusammen „es geschehen lassen“ und eben mal ein Album aufgenommen. Das war so roh und authentisch, dass gleich mehrere Labels die Band signen wollten. Nicht einmal ein Jahr nach Gründung können Mantar also auf einen Deal beim angesagten Metal-Label Svart Records blicken. „Manchmal stimmen Dinge einfach. Dann stimmt die Chemie und der Kopf bleibt aus. In dem Fall ist das Ergebnis oft überraschend gut. Wir kennen uns schon seit über 15 Jahren und haben es erst jetzt geschafft zusammen Musik zu machen. Scheinbar hat da was in uns darauf gewartet.“ Mantar konzentrieren sich auf den Sound, auf das Bauchgefühl das entsteht, wenn ungebändigte Kraft auf Instrumente trifft. Namen, Line-Up, große Pose, schicker Style: „Das ist alles egal – brauchen wir nicht. Die Musik zählt.“ Und die kann sich absolut hören lassen – ganz große Nummer!

 

Mantar – „Death by Burning“

Ursprünglich erschienen im Piranha 01/2014