Seien wir mal ehrlich: Das neue und mittlerweile achte Album der schwedischen Metaller Grand Magus „Sword Songs“ ist nicht unbedingt die musikalische Innovation des Jahres. Die neun Schwertgesänge verbinden perfekt inszeniert schwere Riffs mit eingängigen Melodien und verarbeiten dabei Themenkomplexe zwischen Vikingern und dem ewigen Kampf mit sich selbst. Martialisch, historisch, episch – ähnlich funktioniert das bei Manowar oder Running Wild seit den 1980ern. Doch wer wollte behaupten, dass Metal der Fortschrittsmotor der Popmusik sei: „Warum sollte das auch so sein? Metal ist viel passender als zeitlose und mythische Musik zu sehen. Im Endeffekt ist Metal seit den späten 60er Jahren konsistent und das ist auch gut so. Es geht uns ja auch nicht um Tagespolitik in den Songs, sondern um die immer währenden menschlichen Konflikte und die lassen sich durch Naturmythen und Göttersagen viel besser transportieren. In der Geschichte der Menschen wiederholen sich doch sieben Erzählungen immer wieder in neuen Variationen, warum also sollte Metal versuchen immer neu und anders zu klingen? Ich scheiß drauf, was die anderen sagen.“ Sänger Janne Christofferson ist da ziemlich eindeutig. Trends will er nicht nachhängen. Seine Musik sei nicht kopfgetrieben und kalkuliert, sagt er: „Es muss sich im Herzen richtig anfühlen. Ich mache die Musik, die ich liebe. Und solange andere diese Musik auch hören wollen, ist doch super. Für mich steht die emotionale Verbindung im Vordergrund, nicht die Innovation.“

Grand Magus – „Sword Songs“