„Wir hören nicht auf, wir nehmen eine Auszeit!“ So lautet die Botschaft von Thrice im Frühjahr 2012, nachdem die Band beschlossen hatte, sich auf andere Dinge im Leben zu konzentrieren. Doch nicht alle Bandmitglieder waren glücklich mit der Entscheidung, wie Eddie Breckenridge erklärt: „Ich war gerade in einem privaten Tief, da kam die Pause zum miesesten Zeitpunkt. Ich habe versucht mir andere Jobs zu suchen, etwa als Tourmanager oder in anderen Bands – aber das war alles nicht unbedingt richtig. Ich habe versucht meine Selbständigkeit als Tischler voranzutreiben und für einen Kumpel ein Cafe zu bauen, aber irgendwie fehlte die Band. Aber als Dustin uns allen eine SMS schickte, dass er die Band wieder zusammenbringt, da war ich erleichtert. Thrice ist mein Herzblut.“ Sänger Dustin Kensrue war die treibende Kraft hinter der Pause, er suchte neue Herausforderungen, fand diese aber schließlich doch wieder bei Thrice. Das neue Album etwa stellt sich dieser Thematik und ist auch musikalisch eine Entwicklung. Die Songs verdeutlichen wie gereift die Band ist. „Reife ist jetzt nicht unbedingt mein Lieblingswort“, so Breckenridge, „das klingt so spießig. Aber es stimmt schon, die Songs zeigen unseren Weg. Auch hierbei geraten Dustin und ich mal aneinander. Für mich sollte die Musik frischer, energischer und greifbarer sein, voller Abenteuer und Experimente. Dustin hingegen mag es melodisch und ausgeglichener. Auf diesem Album fehlt mir ein Hauch an Wagnis, da hat sich Dustin durchgesetzt.“ Und in der Tat klingt „To be…“ ein wenig nach Kensrues Soloalben, was wohl auch der Produktionssituation geschuldet war. „Es war seltsam und ungewohnt, weil wir zum ersten Mal nicht alle im Studio waren. Kinder, Umzüge, Entfernungen … wir haben per Dropbox die Tracks verschickt und einzeln daran gearbeitet. Das hat die Produktion geprägt, so dass eben auch Dustins Vibe viel stärker zu spüren ist. Aber beim nächsten Album wehre ich mich und dann wird es wieder experimenteller. Dann sind wir auch wieder alle zusammen unterwegs. Die Band muss sich halt noch finden.“

 

Thrice – „To be everywhere is to be nowhere“