Metal konstruiert eine Art Parallelgesellschaft, in der viele Regeln des Mainstreams einfach nicht gelten. So ist zum Beispiel die Liebe zur Tradition hier besonders ausgeprägt und Bands wie Savage Messiah leben vom Sound des Vergangenen.

Für David Silver, den Sänger der britischen Retrometaller Savage Messiah ist eins jedenfalls klar, Metal hat ganz eigene Regeln für Coolness. „Es gibt diese seltsame Zweiteilung im Metal-Fandom. Da beschweren sich die Leute einerseits, dass kein neues Album von Iron Maiden da wäre oder Metallica nichts veröffentlichen. Die sind auf der Suche nach dem ‚alten’ oder ‚echten’ Sound. Und dann kommen Trivium oder Avenged Sevenfold und machen genau das – einen geilen Sound, traditionell und doch innovativ und die Leute beschweren sich trotzdem. Schreiben dumme Kommentare und lassen sich in Foren darüber aus.“ Für Savage Messiah ist genau das die Herausforderung, einen Sound wie damals – zur guten alten Zeit – aber so, dass es trotzdem frisch und neu klingt. Die zehn Songs auf „Hands of Fate“ jedenfalls haben Stadion-Qualität: eingängige Riffs, hymnischer Gesang, mitreißende Beats. Doch Savage Messiah versuchen die Tradition des British Steel im Auge zu haben und mit dem neuen Album einen zeitlosen Sound bereitzustellen: „Das ist die Zeit der Legenden und so langsam gehen die alle in den Ruhestand, da wäre es doch schön, wenn wir die Fahne hochhalten könnten. Wir versuchen jedenfalls die großen Fußstapfen auszufüllen und würdige Nachfolger zu werden.“

Fazit: „Hand of Fate“ ist Metal, wie er auch in den 1980er Jahren wunderbar hätte von der Insel kommen können – wer sich nach Iron Maiden und melodischen Metal-Brettern sehnt, der wird hier auf seine Kosten kommen.