Schon die ersten Töne des neuen Theory-Albums machen es klar: hier wird ein Bruch erzeugt, hier soll etwas Neues kommen. Ein Piano dominiert den Sound, klarer poppiger Gesang mit fröhlich hüpfenden Vocals ergänzt und eine Gitarre kommt nur dezent im Refrain vor. „Ich spiele seit 30 Jahren Gitarre“ erklärt Sänger Tyler Conolly den Wandel, „und hatte das Gefühl kreativ damit alles erreicht zu haben. Als ich dann vor dem Piano saß, da fühlte sich das umwerfend an, eine neue Liebe, total aufgeregt, so wie ich seit Jahren nicht mehr gefühlt hatte.“

Mit „Wake Up Call“ wagen Theory den Schritt raus aus dem Rocksound ihrer bisherigen Karriere und rein in eine Welt des Pop – ein Schritt nicht ohne Risiken, wie auch Conolly weiß: „Jedes Album ist von Ängsten begleitet, aber diesmal wiegt das schon besonders schwer. Einige Fans haben sicher eine starke Reaktion darauf, werden die schweren Gitarrenriffs vermissen. Das Album ist bestimmt kein Rock, mit großem ‚R’ mehr. Aber es ist ein Album einer Rockband.“ Das Album sei für die Band der Beweis, dass man sich auch nach 15 Jahren noch herausfordern kann – poppige Sounds mit viel Keyboard und fast schon hymnische Stadionsongs. Neue Fans werden Theory damit gewinnnen können, die alten jedoch werden sich daran erst gewöhnen müssen: „Live müssen wir das auch noch hinbekommen. Das alte mit dem neuen Material zu verbinden und daraus ein Set für Theory zu machen. Wir machen das mit unseren Fans zusammen.“

Theory of a Deadman – „Wake Up Call“