CD-Tipp: Black Space Riders – Amoretum

Das neue Album der Münsteraner Black Space Riders ist nicht leicht in eine Schublade zu stecken, zu wild bewegen sich die Jungs durch die Spielarten des Rock. Stoner, Psychedelic, Progressive … Leider weiß nicht jeder Stil zu überzeugen – zu einem Meisterwerk fehlt dann doch die handwerkliche Meisterschaft. So sind die Growls im Stoner-Sound des Openers fehl am Platz und die Gitarren als Brücken zwischen den Riffs zu klirrend. Dann wieder klingt die Produktion in Teilen uninspiriert und flach. Die Drums platschen, die Gitarren schrammeln – der Sound ist nicht ausgereift. Letztlich aber mögen vor allem die Vocals nicht recht überzeugen. Stimmlich fehlt hier die Prägnanz, um mit Monster Magnet und Co. mithalten zu können. Zwar können BSR etwa bei „Soul Shelter“ einen schönen Spät-80er-Psychedelic-Sound erzeugen, doch reichen solch spärliche Momente nicht, um das Gesamtwerk zu tragen.

Ursprünglich erschienen im PIRANHA 01/18