Wenn das Info vollmundig verkündet, das neue Album der Schweizer Rocker von Maxxwell sei „mehr In Flames & Five Finger Death Punch, weniger Accept & AC/DC“, dann weiß man ziemlich genau wo die Reise hingehen sollte. Und zumindest können die 12 Songs (plus 3 Bonus-Tracks) mit moderneren Metal-Sounds aufwarten – da schlackern die Gitarrensaiten in tiefgestimmten Lagen, da stolpern die Beats im NuMetal-Style und Sänger Gilberto Meléndez versucht sich an hymnischen Shouts á la Disturbed. Ein Aufbruch? Nicht ganz, denn das alles klingt gewollt und irgendwie altbacken – NuMetal ist ja auch mehr so von 2000. Und immer wieder kommen die blondierten Hard-Rock-Ansätze im frisch schwarz-gefärbten Alternative Metal-Haar durch. Wen dieser unfreiwillige Stilbruch nicht stört, der findet hier ein solides Metal-Album; nur Innovation, die klingt anders.

Ursprünglich erschienen im Piranha 10/2018